Die Erschließung des Baugebiets „Im Espen II“ in Grünwangen ist abgeschlossen. Lediglich der Feinbelag muss noch eingebracht werden; auch die Einrichtung des Kreisverkehres macht sichtbare Fortschritte. Grund genug für den Gemeinderat, in seiner jüngsten Sitzung dem Terminplan und den Ausschreibungsunterlagen des Büros Stadt-Land-Plan (SLP) aus Stuttgart zuzustimmen.

Es geht dabei um die im Neubaugebiet befindlichen gemeindeeigenen Grundstücke entlang der Kreisstraße in Grünwangen. Hier sollen in verdichteter Bauweise Mehrfamilien- und Kettenhäuser entstehen.

Da mehrere Interessenten wie Bauträger, Baugruppen oder Investoren angesprochen werden sollen und die Gemeindeverwaltung wenig Erfahrung auf diesem Gebiet hat – bisher wurden meist Bauplätze für Einfamilien- oder Doppelhäuser vergeben – hatte der Rat entschieden, ein externes Büro zu beauftragen. Die Interessenten für die Grundstücke müssen dabei in einem zweistufigen Verfahren ein Angebot für den Erwerb der Flächen abgeben. Damit verbunden ist ein Nutzungskonzept und eine Vorplanung, also baulich-architektonische Vorschlägen und ein Realisierungskonzept mit Angaben zum vorgesehenen Investitionsvolumen.

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Grundlage für dieses Verfahren bilden die Vorgaben des rechtsgültigen Bebauungsplanes, die noch zu formulierenden und vom Gremium festzulegenden Vorgaben und Vorstellungen zur Nutzung, soziale Aspekte sowie weitere Kriterien. Inzwischen hat das Stuttgarter Büro SLP einen Entwurf der Ausschreibungsunterlagen angefertigt. Ziel dieses Verfahrens ist es, dass die Gemeinde Deggenhausertal größtmöglichen Einfluss auf die Gestaltung dieses Areals hat.

August Gustke vom Büro SLP erläuterte: „Es geht darum, dass man im Vorfeld weiß, wer da baut, was gebaut wird und auch soziale Aspekte sollen mit einfließen.“ Von den Interessenten wird ein schlüssiges Konzept erwartet mit Aussagen zu Eigentums- und/oder Mietwohnungen sowie preiswertes Wohnen. Entsprechend des bestehenden Bebauungsplans sind die Interessenten relativ frei in ihrer Ideenfindung. Ein Jury aus Gemeinderäten, Verwaltungsmitarbeitern und Fachleuten soll die eingereichten Vorschläge prüfen und bewerten. Die letztendliche Entscheidung bleibt dem Gemeinderat vorbehalten.

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Gemeinderätin Stefanie Moog (CDU) wollte wissen: „Wer legt preisgebundene Wohnungen fest und ist die Umwandlung von Eigentumswohnungen in Ferienwohnungen möglich?“ „Die Errichtung preisgebundenen Mietwohnungen ist kein Zwang“, meinte Gustke. Der Ausschluss der Möglichkeit, Eigentumswohnungen in Ferienwohnungen oder Zweitwohnungen umzuwandeln, solle noch in das Vertragswerk mit dem möglichen Investor aufgenommen werden. Als Richtschnur für einen möglichen Quadratmeterpreis für die Grundstücke würde den Interessenten ein Spielraum von etwa 250 bis 350 Euro vorgegeben, wobei sich der konkrete Preis am jeweiligen Konzept orientiere.