Die Grundschule in Wittenhofen diente als Objekt der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Deggenhausertal. Die Herausforderung: Die Platzverhältnisse sind dort sehr beengt, was sich für die Aufstellung der Fahrzeuge als Problem darstellen kann. Zur Übungsannahme: Am Samstag entdeckte ein Lehrer, der mit drei weiteren Kollegen in der Schule war, das stark verrauchte Treppenhaus. Es setzte einen Notruf ab und die Feuerwehr wurde alarmiert. Gleichzeitig wurde die Drehleiter aus Markdorf angefordert. Als besondere Gefahren am Einsatzort wurden definiert: Mögliche Atemgifte, eine Ausbreitung des Feuers, Angstreaktionen der eingeschlossenen Personen, mögliche Einsturzgefahren sowie die Elektrizität und Verletzung von Menschen.

Video: Wolf-Dieter Guip

Das beim Haupteingang zur Schule postierte neue Löschfahrzeug LF 10 war für Menschenrettung und Brandbekämpfung im Einsatz. Das Hilfelöschfahrzeug HLF 10/6 übernahm die Riegelstellung zum Nachbargebäude und ebenfalls Menschenrettung. Das Löschfahrzeug LF 8/6 stellte die Wasserversorgung von LF 10 über einen Faltbehälter sicher.

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Mit dem Gerätewagen Transport GWT wurde eine Wasserverbindung zur Deggenhauser Aach aufgebaut. Die Drehleiter wurde zur Personenrettung aus dem zweiten Obergeschoss der Schule eingesetzt. Parallel hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Deggenhausertal einen Sammelplatz für Verletzte in der Nähe des angenommenen Brandobjekts eingerichtet.

Führungsgruppe ist die Einsatzzentrale

„Die Führungsgruppe ist die Einsatzzentrale. Hier laufen alle Informationen zusammen und werden dokumentiert. Dies nicht nur zum Nachweis des Einsatzablaufs, sondern insbesondere, damit der Einsatzleiter und die Abschnittsleiter stets aktuell über den Verlauf informiert sind und entsprechend reagieren können“, erklärt Manuel Haag von der Führungsgruppe.

Bei Rut Mecking-Eisele und Manuel Haag läuft im Führungsfahrzeug die gesamte Kommunikation des Einsatzes zusammen.
Bei Rut Mecking-Eisele und Manuel Haag läuft im Führungsfahrzeug die gesamte Kommunikation des Einsatzes zusammen. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Wie ist der Übungsablauf zu bewerten? Der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Fischer war, mit einer Checkliste in der Hand, sämtliche Positionen während der Übung abgelaufen: „Der Einsatz war auf engstem Raum und deshalb war die Aufstellung der Fahrzeuge sehr gut organisiert.“ Es sei sehr strukturiert gearbeitet worden und handwerklich sauber. Wichtig sei gewesen, dass die Führungskräfte untereinander gut kommuniziert und alles dokumentiert worden sei, so Michael Fischer.

Dass eine zusätzliche Wasserversorgung von der Deggenhauser Aach hergestellt wurde, fand seine besondere Beachtung. Ebenso die Tatsache, dass eine Zusatzalarmierung erfolgt sei. Auch Bürgermeister Fabian Meschenmoser, wie gewiss auch die vielen Zuschauer, war mit dem Einsatz der Wehr sehr zufrieden.