Ein Ersatz für den ausgefallenen Georgiritt in Limpach ist die Idee nicht gewesen – aber ein kleiner Trost. Am Sonntag, als der Georgiritt hätte stattfinden sollen, fuhr ein VW Bully durchs Dorf und beschallte die Gassen mit Prozessionsmärschen. Die Idee dazu hatte Familie Bodenmüller.

Aus fast jedem Haus kommen die Limpacher und hören zu

„Es war so schön zu sehen, wie aus fast allen Häusern die Bewohner vor die Türe kamen, als sie die Blasmusik hörten, und sich gefreut haben. Es hat mal wieder gezeigt, wie man mit kleinen Gesten und Blasmusik die Herzen der Mitmenschen berühren kann“, freute sich Michaela Bodenmüller, die Vorsitzende des Musikvereins Homberg-Limpach.

Tag des Georgiritts ist in Limpach ein großer Festtag

Der Tag des Georgiritts ist für die Limpacher und den Verein immer ein ganz besonderer. Da dieser besondere Tag aufgrund der Corona-Pandemie nicht gefeiert werden konnte, habe hat man sich eine kleine Überraschung überlegt, um den Limpachern eine Freude zu machen.

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Verantwortliche hatten gehofft, dass ein kleines Platzkonzert möglich ist

Die Verantwortlichen hatten eigentlich gehofft, dass bis zum Georgiritt die Kontaktbeschränkungen insoweit aufgehoben seien, dass die Kapelle mit einer kleineren Besetzung und dem nötigen Abstand auf der Wiese zwischen Pfarrhaus und Firma Kretzer für die Limpacher ein paar Stücke spielen könnte – dies war die Ursprungsidee des Dirigenten Thomas Zimmermann gewesen. Ein solcher Auftritt ist aber bisher noch nicht erlaubt. So kam Michaela Bodenmüller auf die Idee, die Prozessionsmärsche auf der Musikbox abzuspielen, die im Bully durch die Gassen gefahren wurde.

Marcus Bodenmüller stellt seinen Bully zur Verfügung

Marcus Bodenmüller stellte seinen Bully zur Verfügung und es fuhren – ganz Corona-konform – neben Michaela Bodenmüller ihr Mann Andreas und die Kinder Nico und Ben mit. Start war bei Familie Metzler, die Route führte am Dorfgemeinschaftshaus vorbei bis zum Pfarrhaus, zurück zum Mohren und dann durch das ganze Dorf. Die Prozessionsmärsche waren als Aufnahmen noch vorhanden.

Abgespielte Märsche waren für den Georgiritt geprobt worden

Im Wechsel wurden die Stücke „Marsch der Ehrenwache“ und „Parademarsch der 18er-Husaren“ gespielt, die auch für den Georgiritt eingeübt worden waren. Pfarrer Jürgen Schmidt freute sich: „Es war ein Erlebnis, heute Morgen unsere Musikkapelle zu hören. Und ein großes Lob an die Familie Bodenmüller: Ihr habt vielen eine große Freude bereitet.“

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