Der Weihnachtsmarkt Drive-in auf dem Höchsten, der so vielen Menschen Freude bereitet hat, hat aufgrund der erneut verschärften Corona-Regelungen ein jähes Ende gefunden. Eigentlich hätte die Veranstaltung auch am kommenden Wochenende, 19. und 20. Dezember, stattfinden sollen.

„Durch den erneuten Lockdown macht es nun aber keinen Sinn mehr, den letzten Termin für den Markt noch durchzuführen“, gibt sich Höchsten-Wirt Hans-Peter Kleemann etwas zerknirscht. Zuvor hatte er noch rund 35 Tonnen Schotter auffüllen lassen, damit die Autos problemlos den Mundartweg entlang fahren können. Am ersten Wochenende, 5. und 6. Dezember, waren laut Kleemann rund 400 Autos gezählt worden.

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Tatsächlich mussten die Öffnungszeiten für den Markt am vergangenen Wochenende bereits geändert werden. Es hatte lange Unsicherheit geherrscht, ob dieser Termin überhaupt stattfinden konnte. Da ein Großteil des Geländes auf der Gemarkung Illmensee liegt, hatte Kleemann beim dortigen Bürgermeister Michael Reichle, um eine Genehmigung angefragt. „Der Bürgermeister hatte den Markt am Wochenende zuvor selbst besucht, war durchfahren und konnte dabei feststellen, dass alle Corona-Bedingungen eingehalten werden“, erklärt Kleemann. Michael Reichle hätte sich dann mit dem Landratsamt in Sigmaringen abgestimmt und die Verantwortung für die Durchführung übernommen.

Trotz Nebels sind auch am zweiten Wochenende des Weihnachtsmarkt Drive-in viele Menschen auf den Höchsten gekommen und hatten ihre Freude. Isabell Seibel und Hans-Peter Kleemann kümmern sich um die Besucher.
Trotz Nebels sind auch am zweiten Wochenende des Weihnachtsmarkt Drive-in viele Menschen auf den Höchsten gekommen und hatten ihre Freude. Isabell Seibel und Hans-Peter Kleemann kümmern sich um die Besucher. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Dass das kommende Wochenende nun wegfalle, findet Kleemann zwar schade, aber er sagt auch: „Die Zahlen sind einfach zu hoch und wir wollen hier nichts erzwingen, außerdem soll es allen Spaß machen“. Auch von seinen Mitarbeitern ist er ganz begeistert: „Wir sind ja fast so etwas wie eine große Höchsten-Familie und haben ein gutes Betriebsklima“. Das Team sei froh gewesen, nach etwa sechs Wochen in den eigenen vier Wänden wieder etwas gemeinsam auf die Beine gestellt zu haben. „Das war vielleicht die letzte Möglichkeit für die nächsten Wochen“, so Kleemann. Da die Mitarbeiter ehrenamtlich im Einsatz waren, hat sich die Aktion auch für den Berggasthof gelohnt.

Auch ein Filmteam des Schweizer Fernsehens war über die SÜDKURIER-Berichterstattung auf den Weihnachtsmarkt Drive-in aufmerksam geworden und war am Wochenende für Dreharbeiten vor Ort.