Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben entschieden, ab dem 2. November bis Ende des Monats eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen zu erlassen. Unter anderem gehört dazu auch die Schließung der Schwimmbäder, im Deggenhausertal betrifft es das Aquatal. Betreiber Uwe Hamann sagt dazu: „Das ist furchtbar. Die Frage ist, ob wenigstens das Schulschwimmen weiter stattfinden kann. Es dauert ja normalerweise fast eine Woche, bis endgültig feststeht, was die Schließung im Detail bedeutet. Und so hoffe ich, dass wenigstens die Grundschüler weiter schwimmen dürfen.“ Neben der Grundschule Deggenhausertal kamen auch Klassen aus Bermatingen, Markdorf und Wilhelmsdorf ins Aquatal. Ein Ausfall reißt ein Loch in die Kasse, so Hamann.

Froh über die Möglichkeit

Auf das Schwimmen im Hallenbad in Wittenhofen freuen sich Sara und Johannes Pasch mit ihren Kindern Henri und Charlotte.
Auf das Schwimmen im Hallenbad in Wittenhofen freuen sich Sara und Johannes Pasch mit ihren Kindern Henri und Charlotte. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Einige Tage zuvor ist die Welt noch eine ganz andere. Ein ungemütlicher Herbsttag. Der SÜDKURIER hat sich im laufenden Badebetrieb unter Corona-Bedingungen umgesehen und mit Besuchern gesprochen. Zum Familienschwimmen treffen die ersten Familien ein. Während sich jeweils eine Familie am Empfang des Bades anmeldet, müssen weitere vor dem Schimmbad warten. Zunächst muss der Corona-Meldezettel ausgefüllt werden und es gibt Verhaltensregeln für den Badebetrieb. So ist die Cafeteria geschlossen und im ganzen Bad darf nichts verzehrt werden. Auch muss jede Person, also auch jedes Kind, eine eigene Umkleidekabine belegen. „Wir kommen regelmäßig hier ins Hallenbad und sind froh, überhaupt schwimmen zu können“, so Elsa Oettel aus Grasbeuren.

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Tanja Vögtle aus Frickingen kommt mit ihren Kindern im Herbst und Winter öfter ins Bad nach Wittenhofen und geht auch konform mit den Corona-Regeln, an die man sich halten müsse – und ihre Kinder Monja, Marla und Nils stimmen dem voll und ganz zu. Johannes Pasch aus Hefigkofen kommt regelmäßig mit seiner Frau Sara und den Kindern Charlotte und Henri ins Aquatal: „Der Besuch des Hallenbades unter Corona-Bedingungen ist schon etwas erschwert, aber unsere Große hat im Sommer angefangen zu schwimmen und damit wollen wir jetzt fortfahren.“

Das Aquatal war in den vergangenen Wochen gut besucht: Hier füllt Tanja Vögtle (von rechts) aus Frickingen mit ihren Kindern Nils, Monja und Marla den Corona-Meldezettel an der Rezeption des Hallenbades aus.
Das Aquatal war in den vergangenen Wochen gut besucht: Hier füllt Tanja Vögtle (von rechts) aus Frickingen mit ihren Kindern Nils, Monja und Marla den Corona-Meldezettel an der Rezeption des Hallenbades aus. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Einschränkungen akzeptiert

In den vergangenen Wochen hätten sich die Badbesucher gut mit dem Einschränkungen arrangiert, berichtet Betreiber Uwe Hamann. Er ist nicht der Typ, der der sich übermäßig beklagt, sondern betont: „Wir sind im Corona-Modus, aber wir haben den Betrieb so gut es ging, aufrecht erhalten. “ Er sei sehr froh, dass die Schulen zum Schwimmen gekommen sind, weil es sehr wichtig sei, dass die Kinder schwimmen lernen und das vertiefen. Harald Nagel, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Deggenhausertal sagt: „Natürlich gab es Einschränkungen durch Corona. Zu den Gruppen, die halbiert wurden, gab es Anmeldelisten im Internet.“ Man kam gut zurecht und hätte immer Lösungen gefunden, auch weil die Zusammenarbeit mit Uwe Hamann gut funktioniert habe.

Betrieb am Laufen gehalten

Beim Abendschwimmen durften zuletzt allerdings maximal 18 Personen im Bad sein und beim Familienschwimmen 24 Menschen – „das rechnet sich nicht wegen der Personalkosten, deshalb hätten wir eigentlich gar nicht öffnen brauchen“, bilanziert Uwe Hamann diesen Bereich. Doch er war froh, den Betrieb am Laufen zu halten. Die Badegäste hatten sich mit den Bestimmungen angefreundet und sie eingehalten. Doch wie die aktuellen Bestimmungen zeigten, sei eine Planung in der Corona-Pandemie schwierig. „Wenn man einen Kurs anbietet, kann es sein, dass nach zwei Terminen wegen neuer Regeln schon wieder Schluss ist“, so Hamann. Nun ist gleich für vier Wochen mit dem Betrieb Schluss. Dann werde man weitersehen.

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