Wolfgang Rößler ist der neue Vorsitzende der Freien Wähler (FW) Deggenhausertal, nachdem Karl-Anton Meschenmoser sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Er wurde genauso einstimmig gewählt, wie die weiteren Vorstandsmitglieder, die wie in einem rollierenden System jeweils einen Platz "aufrückten".

"Keine großen Brennpunktthemen"

Neben den jährlichen Grillfesten ragte die Besichtigung einer Biogasanlage und der Vortrag eines Referenten des Frauenhoferinstituts über Photovoltaik aus den Veranstaltungen der FW heraus, an die Schriftführer Harald Nagel erinnerte. Über das Plus in der Kasse informierte Kassierer Rüdiger Emrich. Die überschaubaren Aktionen erklärte der scheidende Vorsitzende: "Es gab keine großen Brennpunktthemen in der Gemeinde. Bürgermeister-, Landtags- und Bundestagswahl bestimmten die Termine." Gefreut hatte er sich über den guten Zuspruch zum Thema erneuerbare Energien.

Themen mehr nach außen tragen

Seinen letzten Bericht nahm Meschenmoser zum Anlass, seinem Stellvertreter und jetzigen neuen Vorsitzenden sowie allen Mandatsträgern zu danken für die stets zielorientierte, engagierte und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohl der Gemeinde. Bei den vergangenen Gemeinderatswahlen habe man jeweils einen Sitz dazugewinnen können. Leider sei es aber nicht gelungen, eine Frau im Gemeinderat zu etablieren. Das liege vielleicht daran, dass Kleinkindbetreuung, Gebühren dafür und Schülerbeförderung keine Themen waren: "Vielleicht hätte man diese Themen mehr nach außen tragen sollen und hätte dann die Bereitschaft der Frauen geweckt."

Politik für die Gemeinde

Gegen Stimmen, man solle doch das Parteienlistenverfahren beim Gemeinde- und Kreisrat abschaffen, da es sich um eine Persönlichkeitswahl handle, hob er die Freien Gruppierungen wie die FW hervor. "Wir machen Politik, die auf die Gemeinde und deren Bürger bezogen ist und müssen keine parteipolitischen Entscheidungen mittragen." Das belegte auch Elmar Reisch mit der Feststellung: "Wir sind eine kleine Vereinigung, dennoch bilden wir den Großteil des Gemeinderats."

Mehr Treffen regte ein Mitglied an. Er schlug einen monatlichen politischen Stammtisch zum Austausch vor. Das soll im Vorstand besprochen werden.