Die Ausbauplanungen für das neue Wohngebiet „Im Espen II“ in Grünwangen sind wieder ein Stück weiter gekommen. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, dass die Zufahrt in das künftige Wohngebiet mittels eines Kreisverkehrs mit einem Durchmesser von 28 Metern auf der Kreisstraße 7744 erfolgen soll.

Geltungsbereich vergrößert sich

Ursprünglich war lediglich eine Abbiegespur vorgesehen. Darüber hinaus soll, wie Axel Philipp vom Beauftragten Planungsbüro Gfrörer aus Owingen den Räten erläuterte, „der Kreisel in den Geltungsbereich des Wohngebiets aufgenommen werden, wodurch sich die Gesamtfläche von 1,6 Hektar auf rund 1,9 Hektar vergrößert“. Die Gemeinderäte begrüßten diese Entscheidung, trage ein Kreisel doch zu einer gewissen Geschwindigkeits- und somit auch Lärmreduzierung bei.

Fußweg verbindet neues Baugebiet mit dem Ort

Der geplante Fußweg im nordwestlichen Teil, der für die Anbindung an den Ort sorgen sollte, wird in den nordöstlichen Teil des Areals verlegt. Zudem wurde ein Zufahrtsverbot entlang der K 7744 aufgenommen, das dafür sorgt, dass die Grundstücke ausschließlich über die Zufahrt angefahren werden.

Ein- und Mehrfamilienhäuser geplant

Geplant sind 19 freistehende Einfamilienhäuser, fünf Kettenhäuser entlang der K 7744 sowie zwei Mehrfamilienhäuser im nordöstlichen Bereich des Gebiets. Innerhalb des Baugebiets sollen eine Ringstraße und zwei Stichstraßen die Grundstücke miteinander verbinden. Die Erschließungsarbeiten sollen Ende 2020 fertig sein, sodass ab 2021 mit dem Verkauf der Grundstücke begonnen werden könne.

Baugrundstücke werden im Tal stark nachgefragt

Der Gemeinderat hatte im April dieses Jahres beschlossen, auf einer rund 1,6 Hektar großen Fläche am südlichen Rand von Grünwangen ein neues Wohngebiet zu errichten, um den steigenden Bedarf an Wohnraum im Deggenhausertal zu decken. Damit diese Pläne zeitnah umgesetzt werden können, soll die Aufstellung des Bebauungsplans im sogenannten „beschleunigten Verfahren“ abgewickelt werden. Das bedeutet, dass die Einleitung des entsprechenden Planverfahrens allerdings bis zum 31. Dezember 2019, der Satzungsbeschluss bis spätestens 31. Dezember 2021 erfolgen muss.

Beschleunigtes Verfahren ohne Umweltbericht

Geht dieser Zeitplan auf, entfällt für die Gemeinde die naturschutzrechtliche Ausgleichspflicht und es muss kein Umweltbericht erstellt werden. Darüber hinaus gilt eine vereinfachte Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung, mit der erhebliche Verfahrenserleichterungen und Beschleunigungspotenziale für alle Beteiligten verbunden sind.

Das könnte Sie auch interessieren