Die Sorgen der Landwirte teilen auch Hermann Mayer und Siegfried Wochner. Sie kämpfen im Sortengarten in Deggenhausertal gegen Dürre, Pilzkrankheiten und Käfer, die sich dieses Jahr das Kartoffelkraut einverleibt haben. Drei Stunden hat Mayer einmmal mit dem Gießen von 1500 Litern verbracht, die der Bauhof in einem Wassertank gebracht hatte. Außerdem hat er nachgesät.

Auch eine Bienenweidenmischung gehört zu den 33 Sorten, wichtig für die Bestäuber.
Auch eine Bienenweidenmischung gehört zu den 33 Sorten, wichtig für die Bestäuber. | Bild: ch

Beide sind Mitglieder des Fördervereins Deggenhausertal, der die Förderung der Gemeinde, von Tourismus und Landwirtschaft zum Ziel hat. Sie legen ihn an und betreuen den vom Verein in den 90er Jahren ins Leben gerufenen und nun wiederbelebten Sortengarten mit 33 Parzellen. Er liegt am Wanderlehrpfad der Gemeinde. Die Einladung des Vorsitzenden Siegfried Kopp zur Besichtigung nahmen von den rund 120 Mitgliedern sieben wahr, darunter drei Vorstandsmitglieder.

Neue Erklärtafeln

Die Besucher waren ganz angetan von der Vielfalt und den neuen Erklärtafeln, die dieses Jahr in ehrenamtlicher Arbeit erstellt wurden: Albert Scherer hatte in Zusammenarbeit mit dem Bauhof die Pflöcke gemacht, Conny Wauer vom gleichnamigen Fotostudio die laminatverschweißten Tafeln mit Texten und Fotos gestaltet, die den Werdegang der Pflanzen beschreiben und darstellen. "Das war für uns ein Glücksfall", freute sich Siegfried Kopp; vorher habe es nur Zeichnungen gegeben.

Der Sortengarten verweist auf die Artenvielfalt, wie auch der gesamte Wanderlehrpfad, und ist nach Ansicht des Vereins eine besondere Attraktion. "Das kann man sonst nur in Bilderbüchern sehen", sagt Siegfried Kopp.

Kurz und knackig erklärt werden die Pflanzen im Sortengarten.
Kurz und knackig erklärt werden die Pflanzen im Sortengarten. | Bild: Christiane Keutner

Daniel Schwarz beurteilte den Sortengarten auch aus Sicht des Landschaftsgärtners: "Eine super Idee, sehr schön gepflegt und Respekt vor denen, die die Arbeit erledigen. Das ist eine gute Sache, etwas zum Anfassen." Der Kindergarten war sogar mal zur Kartoffelernte da, ergänzte Siegfried Kopp. Der nächste Termin steht auch schon fest: Am 17. September ist die Begehung des Zwetschgensorten-Gartens vorgesehen. Dann wird der Treffpunkt in Untersiggingen sein.