Die Öffnung des zweiten Schenktags im Feuerwehrgerätehaus in Wittenhofen war für 14 Uhr vorgesehen. "Weil die Leute vor der Tür Schlange standen, haben wir kurzerhand entschieden, schon rund 20 Minuten vorher zu öffnen", so Yvonne Denzler. Als Gemeinwesenarbeiterin und Mitglied im Beirat der Bürgerstiftung Deggenhausertal hatte sie die Idee für den Schenktag und managt auch die aufwändige Veranstaltung.

Und die Idee ist ganz einfach: Jeder Bürger kann saubere und gebrauchsfähige Flohmarktartikel bereitstellen und die Besucher können sich kostenlos aussuchen, was sie gebrauchen können. Hunderte Interessierte drängten sich durch den mit vielfältigen Artikeln versehenen Saal und kruschtelten begeistert in dem üppigen Angebot. Vom Kinderroller, Sitzsack, Bilder, Geschirr und Haushaltsgeräte über Reisekinderbetten, Küchenmaschinen und Heimtrainer bis zu Büchern, Spielzeug und CDs war alles im Angebot, was man sich nur vorstellen kann. Waschkörbeweise wurden Fundstücke aus dem Saal getragen und eine Dame meinte: "Ich muss erst nach Hause fahren, ein größeres Auto holen, weil ich so viel Gutes gefunden habe."

Eigentlich wollte Yvonne Denzler (Mitte) nur die Kleidungsstapel wieder attraktiv zusammenstellen, da hat sie diesen schönen Trenchcoat gefunden und Clownin Talina (links), Manueala Redlich, fand eine Menge Accessoires für ihre Auftritte. Bild: Wolf-Dieter Guip
Eigentlich wollte Yvonne Denzler (Mitte) nur die Kleidungsstapel wieder attraktiv zusammenstellen, da hat sie diesen schönen Trenchcoat gefunden und Clownin Talina (links), Manueala Redlich, fand eine Menge Accessoires für ihre Auftritte. Bild: Wolf-Dieter Guip

Hans und Katharina aus Salem wollten eigentlich nur einen Kaffee im Baader trinken und sind mit Bekannten zum Schenktag gegangen: "Wir brauchen eigentlich nichts, doch es gibt hier viele dekorative Sachen." Sarah, Eliah und Matteo aus Kappel haben selbst eine Kiste mit Überflüssigem mitgebracht: "Jetzt schauen wir besonders nach Büchern und CDs zum Mitnehmen." Manfred Ströhle, der als Mitglied im Beirat der Bürgerstiftung bei der Organisation mitgeholfen hat und durch die Halle schlendert, erklärt die Motivation vieler Besucher des Schenktags: "Ich bin eigentlich nicht auf der Suche nach etwas Speziellem, aber ich habe bei der Annahme gesehen, was es für Schätze gibt und jetzt sieht man, wie groß das Interesse ist."

Zwei Bücher, eine Rechenmaschine und eine tolle Handtasche hat Marie Höhrenz (rechts) gefunden. Mit dabei ihre Schwester Anna-Luisa und Freundin Loulu sowie Mama Katja. Bild: Wolf-Dieter Guip
Zwei Bücher, eine Rechenmaschine und eine tolle Handtasche hat Marie Höhrenz (rechts) gefunden. Mit dabei ihre Schwester Anna-Luisa und Freundin Loulu sowie Mama Katja. Bild: Wolf-Dieter Guip