Beim Starthäuschen in Urnau-Schönemühle war um die Mittagszeit am Neujahrstag noch klare Sicht, hin und wieder brach die Sonne kurz durch die dicke Wolkenschicht. Doch ab Limpach konnte man im dichten Nebel fast die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Kein Grund für rund 350 Radler auf den Start zum "Grand Opening" des Freundeskreises Uphill (FkU) zu verzichten. Bereits zum 12. Mal findet das große Winterrad-Sporttreffen im Deggenhausertal statt.

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Mit dabei auch Otto Claus mit Sohn Mathias aus Liebenau bei Meckenbeuren, die jedes Jahr dabei sind, egal wie das Wetter ist. "Vor einigen Jahren war mein Sohn etwas krank und wir haben gesagt, wir fahren beim Grand Opening mit, dann wirst du gesund – so sind wir dazu gekommen", erinnert sich Otto Claus. Natürlich gelte es gerade am 1. Januar zunächst einmal den inneren Schweinehund zu besiegen, aber wenn man in die Pedale tritt, mache es doch immer wieder großen Spaß.

In rund 38 Minuten auf den Höchsten: Otto (links) und Mathias Claus – hier am Zielhäuschen auf dem Höchsten – nehmen seit vielen Jahren am Grand Opening teil. Bild: Wolf-Dieter Guip
In rund 38 Minuten auf den Höchsten: Otto (links) und Mathias Claus – hier am Zielhäuschen auf dem Höchsten – nehmen seit vielen Jahren am Grand Opening teil. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Kurt Rogalla ist Stammteilnehmer auf der Tour. Er findet es besonders schön am Ziel Freunde zu treffen, die auch regelmäßig am Grand Opening mitfahren. Die wohl weiteste Anreise hatten Natascha und Tobias Gerlach mit ihrem vierjährigen Sohn Samuel aus Knittlingen bei Pforzheim. "Wir haben früher, bevor unser Sohn zur Welt kam, oft Fahrradurlaube gemacht und haben fast alle Alpenpässe bewältigt", erzählt Tobias Gerlach. "Dann haben wir vom Grand Opening erfahren und seitdem sind wir jedes Jahr dabei". Besonders anspruchsvoll ist die Tour für Natascha Gerlach, weil sie Sohn Samuel im Anhänger mitschleppt – was rund 40 zusätzliche Kilogramm ausmacht.

Weiteste Anreise: Aus Knittlingen bei Pforzheim sind Natascha und Tobias Gerlach mit Sohn Samuel (im Anhänger) zum Grand Opening ins Deggenhausertal gekommen. Bild: Wolf-Dieter Guip
Weiteste Anreise: Aus Knittlingen bei Pforzheim sind Natascha und Tobias Gerlach mit Sohn Samuel (im Anhänger) zum Grand Opening ins Deggenhausertal gekommen. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Organisator Roland Hecht ist mit dem Event und der über Jahre gleichbleibend guten Resonanz sehr zufrieden: "Das ist für uns schon so etwas wie eine Kontaktbörse. Wir können Teilnehmer für weitere Radsportveranstaltungen gewinnen, wie für das im August stattfindende Triple S, bei dem der Höchsten auf drei verschiedenen Strecken bewältigt werden muss." Auch die gute Nutzung des Stoppomat im Deggenhausertal mit mehr als 2500 Stempelungen im Jahr sei ein Ergebnis der Veranstaltung am Neujahrstag.