Die Verkehrspolitik stand im Mittelpunkt eines Gesprächs der SPD-Kreistagsfraktion mit Bürgermeister Fabian Meschenmoser, wie die SPD in einer Pressemitteilung schreibt. So ist es seit Jahren der Wunsch der Gemeinde, zwischen Urnau und Hefigkofen einen Radweg in zwei Abschnitten zu bauen. Da es sich um eine Landesmaßnahme handelt, hatte das Regierungspräsidium (RP) Tübingen bereits eine Zusage für den Bau im Jahre 2017 gemacht. Inzwischen soll es laut RP erst 2019 losgehen, da es offensichtlich Kapazitätsmängel gibt. SPD-Fraktionsvorsitzender Norbert Zeller sagte zu, in Stuttgart auf einen baldigen Baubeginn zu drängen. „Notfalls müssten eben die Planungen extern vergeben werden, damit keine Zeit verloren geht“, so Zeller. Meschenmoser und die SPD-Kreisräte sowie Gemeinderätin Heike Fischer drängen vor allem aus Sicherheitsgründen auf den Radwegebau zwischen Urnau und Hefigkofen. Die reguläre Straßennutzung durch die Radfahrer hält Gemeinde- und Kreisrat Jochen Jehle für äußerst gefährlich, vor allem für Kinder. Unverständlich für alle sei hinsichtlich der Brückensanierung in Untersiggingen die vom RP veranschlagte Bauzeit von acht bis zehn Monaten. Dies käme einer Vollsperrung gleich, mit fatalen Auswirkungen auf Gewerbe und Verkehr. Baubeginn soll der März 2019 sein. Auch hier sagten die Kreisräte zu, auf politischem Wege eine Klärung herbeizuführen, mit dem Ziel, eine schnellere Bauzeit zu erreichen.

Überfällig sei auch der Ausbau der unfallträchtigen L 204 vor Urnau. Wann der kommen werde, will Zeller ebenfalls über die SPD-Landtagsfraktion klären lassen. Dies betreffe auch den Ausbau der L 207 zwischen Deggenhausen und Echbeck. „Wir wünschen uns eine Sanierung der Straße, hoffen jedoch gleichzeitig, dass der Schwerlastverkehr auch weiterhin nicht fahren darf“, so Meschenmoser. Zwar gebe es im Bereich ÖPNV noch Verbesserungswünsche, jedoch sei man mit dem Angebot grundsätzlich zufrieden. Allerdings gelte dies nicht für die Ferienzeiten, da der ÖPNV stark auf den Schülerverkehr ausgerichtet sei. Ein weiteres Thema war die Baupolitik. Meschenmoser zeigte die Schwierigkeiten für das Gewerbe auf. Vorrangig gehe es darum, bestehenden Firmen Erweiterungsflächen anzubieten. Neben privaten Investoren hat die Gemeinde zwei Baugebiete in Wittenhofen und Deggenhausen für Wohnbebauung ausgewiesen und ist bereits in der Vermarktung.