Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend die Verwaltung damit beauftragt, die Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs europaweit auszuschreiben. Die Kosten für das neue Löschgruppenfahrzeug belaufen sich geschätzt auf rund 400 000 Euro. Es wurde bereits ein Zuwendungsbescheid in Höhe von 92 000 Euro fest zugesagt.

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Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans

Bürgermeister Fabian Meschenmoser erklärte: „Wir werden noch Mittel aus dem Ausgleichsstock erhalten, das Regierungspräsidium hat hierzu bereits grünes Licht gegeben.“ Im Oktober des vergangenen Jahres wurde vom Gremium die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans zustimmend zur Kenntnis genommen. In diesem Zusammenhang wurde entschieden, ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF 10) zu beschaffen, das voraussichtlich Ende des Jahres 2020 in Dienst gestellt werden soll. Aus dem Feuerwehrbedarfsplan geht hervor, dass die Löschwasserversorgung in der Flächengemeinde Deggenhausertal nicht vollumfänglich sichergestellt ist. Besonders im Bereich Ellenfurt – aufgrund der fehlenden Trinkwasserversorgung – und verschiedenen Einzelanwesen gibt es Schwachstellen.

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33 Jahre altes Tragkraftspritzenfahrzeug soll ausgemustert werden

Für einen Schnell- beziehungsweise Erstangriff im Brandfall macht es deshalb Sinn, ein wasserführendes Fahrzeug anzuschaffen. Deshalb wurde in der Fahrzeugkonzeption des Brandschutzbedarfsplans vorgeschlagen, das 33 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF, ehemals von der Abteilung Homberg) auszumustern und stattdessen ein neues Löschgruppenfahrzeug zu beschaffen.

Ein weiterer Punkt ist die sogenannte Gebietsabdeckung. Dabei geht es darum, dass die Feuerwehr in zehn Minuten den Einsatzort erreichen soll – wobei dies für besiedelte Gebiete gilt. In der Gemeinde Deggenhausertal gibt es jedoch viele Weiler und Gehöfte, die nicht als besiedeltes Gebiet gelten.