In der Aprilsitzung des Gemeinderats war über die Wohnumfeldmaßnahmen beim Baugebiet "Neue Mitte Wittenhofen" sowie den Neubau der Brücke über die Deggenhauser Aach zur Badener Straße entschieden worden. Im Rahmen der Aussprache war auch der Höhenunterschied zwischen der geplanten Brücke und dem Schulweg thematisiert worden. Die Brücke ist jetzt nahezu fertiggestellt, es fehlt nur noch der Gussasphalt-Belag. Inzwischen zeigt sich, dass es einen Höhenunterschied von 84 Zentimetern gibt, einschließlich der etwa sieben Zentimeter starken Asphaltschicht.

Besserer Abfluss bei Hochwasser

Der planende Landschaftsarchitekt René Fregin erklärt zum Sachverhalt: "Die neue Brücke in Wittenhofen wurde aus Gründen des Hochwasserschutzes auf der Seite des Neubaugebiets – und weil auf der Seite der Landesstraße keine Erhöhung möglich war – erhöht." Durch die Erhöhung der Brücke sei ein größerer Durchflussquerschnitt für die Deggenhauser Aach geschaffen worden, der einen Abfluss bis zu einem hundertjährigen Hochwasserereignis gewährleistet.

Höhenunterschied wird über Straße ausgeglichen

Der Höhenunterschied zum jetzigen Bestand wird von der Brücke auf einer Länge von etwa zwölf Metern mit einer Straße mit einem Gefälle von etwa drei Prozent (drei Zentimeter Höhe auf einer Länge von einem Meter) verzogen; bis auf eine Höhe von etwa 15 Zentimetern über dem Niveau des direkt angrenzenden Hausgartens der Familie Knisel. Die Straße verläuft dann fast eben, mit einem Prozent Gefälle, bis zur Hausecke der Lebensräume für Jung und Alt der Stiftung Liebenau, und steigt dann fast unmerklich auf das Niveau der Zufahrt und des Haupteingangs des Wohnheims.

Weitere Arbeiten im Umfeld sollen im September starten

Bürgermeister Fabian Meschenmoser ist zufrieden, dass die Brücke so schnell verwirklicht worden ist. "Die restlichen Arbeiten der Wohnumfeldmaßnahme, wie Verlegung der Straße, Anlegung von Parkplätzen, Anlegen von Sitzmöglichkeiten und Erlebbarkeit der Aach, sollen voraussichtlich im September beginnen", sagt Meschenmoser.

Der Brückenbau hatte seinerzeit im Gemeinderat für Verstimmung gesorgt, weil gegenüber der Kostenschätzung in Höhe von 161 000 Euro das günstigste Angebot bei rund 320 000 Euro lag.