Alljährlich lädt die katholische Frauengemeinschaft Deggenhausen-Lellwangen zum närrischen Kaffeekränzle ins Gasthaus Sternen in Obersiggingen ein. Und weil sich dieses gemütliche Treffen zu einem echten Höhepunkt im Tal entwickelt hat, trudeln die köstlich verkleideten und liebevoll geschminkten Narren recht pünktlich im Sternen ein, um einen der begehrten Plätze zu ergattern.

Ein selbstgeschriebenes Gedicht brachte Elisabeth Hößler zum Vergnügen der der närrischen Frauen beim Kaffeekränzle zu Gehör.
Ein selbstgeschriebenes Gedicht brachte Elisabeth Hößler zum Vergnügen der der närrischen Frauen beim Kaffeekränzle zu Gehör. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Traditionell lässt es sich Bürgermeister Fabian Meschenmoser nicht nehmen und folgt gerne der Einladung der kreativen Frauen. Auch oder gerade weil er weiß, dass Bürgermeister und Verwaltung stets gehörig närrisch auf die Schippe genommen werden. Aber auch übers Jahr im Dorfgeschehen aufgefallene Besonderheiten werden mit spitzen Bemerkungen und Sketchen gewürdigt. Die Aktiven um Vorsitzende Anette Teuchert begrüßten die närrischen Gäste mit einem Lied "Jetzt sind wir da recht fit und froh und grüßen mit Narri-Narro". Dann galt es natürlich, sich über das ebenso üppige wie schmackhafte Kuchen- und Tortenbüffet herzumachen – Grundlage für einen humorvollen Nachmittag zum Ausklang der Fasnet im Tal. Allerlei Missverständnisse gab es, als Polizist Rosemarie Heusel und Gemüsefrau Hildegard Knisel auf der Bühne agierten. So antwortete die Gemüsefrau auf die Zunahme: "Im letzten Jahr habe ich abgenommen." Oder auf Ihr Alter: "Der isch dahoim, wenn nicht gerade im Wirtshaus ist." Dem Pfarrer wollen sie eine elektrische Fessel anlegen, weil "den lassen wir nicht mehr gehen aus dem Tal".

Die Polizistin Rosemarie Heusel und die Gemüsefrau Hildegard Knisel sorgten mit allerlei Wortspielereien für Beifallsstürme bei den Gästen des Kaffeekränzles.
Die Polizistin Rosemarie Heusel und die Gemüsefrau Hildegard Knisel sorgten mit allerlei Wortspielereien für Beifallsstürme bei den Gästen des Kaffeekränzles. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Bei der Wellness im Tal der Liebe nahmen Talkosmetikerin Chantalle (Sieglinde Hauke), Brunnhilde (Zita Miller) und Lieselotte (Sigi Krause) unter anderem den anwesenden Bürgermeister Fabian Meschenmoser aufs Korn. "Der Bürgermeister war mit dem Gemeinderat in Klausur, das muss im Ausland sein und das scheint so etwas wie eine Weinprobe zu sein, denn kürzlich wurden am Rathaus zahlreiche Kisten mit Wein und Sekt ausgeladen und ich dachte, jetzt könnte man im Rathaus einkaufen", sagte Lieselotte. In der Zeitung sei gestanden, dass der neue Bürgermeister in die Fußstapfen seines Vorgängers treten muss, "das ist ja kein Problem, der Altbürgermeister hatte ja nur Schuhgröße 39, da können die Fußstapfen nicht so groß sein". Zum weiteren Programm, das von Gabi Kopp mit ihrem Akkordeon umrahmt wurde, gehörte ein Gedicht von Elisabeth Hößler. Eine ungewöhnliche Tanzeinlage von Birgit Zweifel und den Turnerfrauen und der Vorentscheid zu Bauer sucht Frau ergänzten das Programm, bei dem es viel zu lachen gab.

In der Verwöhnoase (von links) Brunhilde (Zita Miller), Kosmetikerin Chantalle (Sieglinde Hauke) und Liselotte (Sigi Krause) wussten so einiges über das Dorfgeschehen und die Gemeindeverwaltung zu berichten.
In der Verwöhnoase (von links) Brunhilde (Zita Miller), Kosmetikerin Chantalle (Sieglinde Hauke) und Liselotte (Sigi Krause) wussten so einiges über das Dorfgeschehen und die Gemeindeverwaltung zu berichten. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Die Mitwirkenden

Polizist und Gemüsefrau Rosemarie Heusel und Hildegard Knisel; Brunhilde, Lieselotte und Chantalle Zita Miller, Sigi Krause und Sieglinde Hauke; Hutgedicht Elisabeth Hößler; Tanzeinlage der Turnerfrauen um Birgit Zeifel Anneliese, Karin und Gabi Zweifel sowie Anette Teuchert; Bauer sucht Frau Sigi Krause, Gabi Kopp, Rebecca Wohlwender, Sieglinde Hauke, Hildegard Knisel, Rosemarie Heusel, Andrea Rößler, Zita Miller und Anette Teuchert. Mit dabei auch Karin Vogel und Gabi Kopp (Akkordeon). (wdg)