"Wir bieten ein bedarfsgerechtes und vielseitiges Angebot und sind in der Lage für alle Kinder einen Kindergartenplatz zur Verfügung zu stellen", sagte Ordnungsamtsleiterin Sabrina Schorer. Insgesamt verfügt die Gemeinde über 201 Ü3- und 48 U3-Plätze (jeweils inklusive des Waldorfkindergartens). Um einem drohenden Engpass vorzubeugen, wurde bereits im September im Kinderhaus Untersiggingen eine U3-Gruppe auf zehn Plätze erweitert und in Deggenhausen eine altersgemischte Gruppe mit elf Plätzen in Betrieb genommen, die bei Bedarf auf 22 Plätze erweitert werden kann.

Insgesamt 246 Plätze verfügbar

Für das Kindergartenjahr 2018/2019 sei schon jetzt abzusehen, so Schorer, dass "aufgrund der hohen Nachfrage für Zweijährige in der altersgemischten Gruppe in Deggenhausen voraussichtlich komplett ausgebucht sein wird". Um dem entgegenzuwirken, wurde beim Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) ein Änderungsantrag gestellt, um eine weitere Gruppe in eine altersgemischte Gruppe umzuwandeln, wodurch bis zu fünf weitere Zweijährige betreut werden könnten. Damit würde die Gesamtzahl der Betreuungsplätze auf 246 steigen.

Grundlage für die Bedarfsermittlung sind alle in der Gemeinde lebenden Kinder und die Geburtenzahlen. Diese ist zwar seit 2015 stetig gesunken – 2017 lag die Zahl bei 30 – jedoch geht Schorer davon aus, dass dieser Abwärtstrend durch die rege bauliche Entwicklung aufgehalten werde, wenn nicht sogar zu einem leichten Anstieg führen könnte. Im vergangenen Jahr belegte Wittenhofen mit zehn Geburten den gemeindeinternen Spitzenplatz, gefolgt von Urnau und Untersiggingen mit jeweils fünf.

Essen tageweise abrechnen

Weiter ging es um eine Änderung der Gebührensätze für das Mittagessen in den Kindergärten. Bisher durften die Eltern zwischen zwei Modellen wählen: ein bis zwei Mittage pro Woche für 22 Euro oder für bis fünf Mittage pro Woche für 55 Euro pro Monat. "Es gab in der Vergangenheit immer wieder Anfragen, ob man nicht lieber tageweise abrechnen könne", so Schorer. Um den Eltern entgegenzukommen, stellte Schorer dem Gemeinderat eine tageweise Abrechnung vor. Künftig soll der monatliche Grundpreis für ein Mittagessen in der Woche elf Euro betragen. Damit sich der Verwaltungsaufwand in Grenzen hält, muss auch das Anmeldeverfahren hierfür angepasst werden. "Die Eltern müssen künftig drei Monate im Voraus die Anzahl der wöchentlichen Essensteilnahme bestimmen", so Schorer. Unberührt bleibt die Abrechnung für die U3-Kinder in Untersiggingen, da dort alle Kinder fünfmal in der Woche essen, dies pauschal mit 27,5 Euro abgerechnet wird und daher eine tageweise Abrechnung nicht erforderlich sei. Der Gemeinderat stimmte dem Kindergartenbedarfsplan und der Änderung der Benutzungsordnung für Kindergarteneinrichtungen zu.