Um terminlich nicht in Bedrängnis zu geraten, hatte die Gemeindeverwaltung frühzeitig eine zusätzliche Ratssitzung anberaumt. Unter anderem ging es darum, die Erweiterung des Kindergartens in Untersiggingen auf den Weg zu bringen. Denn erst wenn die Aufträge für wesentliche Gewerke vergeben sind, können konkrete Terminpläne für die Arbeiten zwischen Architekturbüro und ausführenden Unternehmen festgezurrt werden. Aufgrund dieser Pläne, die durchaus auch witterungsabhängig sein können, ist es möglich, dass relativ frühzeitig zwischen Architekt, Gemeindeverwaltung und Kindergartenleitung etwaige Beeinträchtigungen im Kindergartenbetrieb absehbar beziehungsweise planbar sind.

Hört sich etwas kompliziert an? Ist es auch. Denn in der vorvergangenen Gemeinderatssitzung war in der Bürgerfragestunde nachgefragt worden, ob die Gefahr besteht, dass für einzelne Gruppen vielleicht während der Um- und Anbauphase kein Betreuungsplatz zur Verfügung steht. Dazu jetzt aktuell Bürgermeister Fabian Meschenmoser gegenüber dem SÜDKURIER: "Unser Bauzeitenplan sieht vor, dass der verlässliche Kindergarten auch während der Anbau- und Umbauphase gewährleistet ist. Natürlich wird auch während der Betreuung gearbeitet, da nicht alles auf die Ferienzeit gelegt werden kann. Dies wird jedoch in einem erträglichen Rahmen passieren."

Zudem soll die Betreuung ab den Sommerferien (nachdem der Kindergarten drei Wochen geschlossen hatte) bis zirka Mitte September in die Räume der Schulbetreuung (neben der Mediothek) und die Ganztagsbetreuung in den Kindergarten Deggenhausen verlegt werden. Des Weiteren sei von Kindergartenleiterin Renate Pawlowski angedacht, im Bedarfsfall "Erlebnistage" zu organisieren, was in der warmen Jahreszeit durchaus eine willkommene Abwechslung für die Kinder sei. Jetzt wurden die ersten Gewerke zum Anbau an den Kindergarten freigegeben haben.

Für die Rohbauarbeiten ging der Zuschlag an die Firma Denzler aus Ravensburg zum Angebotspreis in Höhe von rund 68 000 Euro (Planung: 81 000 Euro). Für die Zimmerarbeiten wurde die Firma Zimmerei Haag aus Horgenzell bei Kosten in Höhe von fast 192 000 Euro (Planung: 267 000 Euro) verpflichtet. Die Flaschnerarbeiten gingen für rund 12 000 Euro (Planung 21 000 Euro) an die Firma Fiederer in Ravensburg. Die Flachdacharbeiten werden zu Kosten in Höhe von etwa 75 000 Euro (Planung: 101 000 Euro) von der Firma Dächer von Braig aus Baienfurt ausgeführt. Und die Erledigung der Fensterarbeiten wird die Firma Fensterbau Stoll aus Meßkirch zum Preis in Höhe von gut 71 000 Euro (Planung: 61 000 Euro) sicherstellen.

Kindergärten

Im Jahr 2009 war der ehemalige konfessionelle Kindergarten in Untersiggingen in einen kommunalen Kindergarten umgewandelt worden. Die Kindergärten in Deggenhausen und Limpach waren schon zuvor in kommunaler Trägerschaft. Zunächst waren in Untersiggingen kleinere Um- und Ausbauten erfolgt. Im Jahr 2010 war das anschließende Kinderhaus zu Kosten in Höhe von rund 160 000 Euro eröffnet worden. Der jetzige An- und Umbau wird knapp eine Million Euro kosten. Nach der Erweiterung in Untersiggingen wird es im Tal zwölf Kita-Gruppen geben, davon vier U3-Gruppen. (wdg)