2015 stand der damals 17-jährige Heiko Manz zum ersten Mal in der SÜDKURIER-Lokalredaktion. Vor dem Schüler aus Wittenhofen lagen 12 Monate Panama. Regelmäßig berichtete er von seinen Erlebnissen, nach seiner Rückkehr im September 2016 hat er sein Abitur gemacht und nebenher gearbeitet.

Heiko Manz vor der Skyline von Panama City. Der 17-Jährige verbringt als Austauschschüler bei einer Gastfamilie zehn Monate in Panama und besucht dort eine Schule.
Heiko Manz vor der Skyline von Panama City. Der 17-Jährige verbringt als Austauschschüler bei einer Gastfamilie zehn Monate in Panama und besucht dort eine Schule. BILD: PRIVAT | Bild: Heiko Manz

Nun wartet auf den 21-Jährigen eine neue Auslandserfahrung. Es geht nach Palästina – ein Staat im Nahen Osten, der international mehrheitlich als staatliche Einheit anerkannt wird, jedoch ist seine Staatlichkeit völkerrechtlich umstritten ist. Immer wieder kommt es zu Konflikten mit Israel.

Konflikte besser verstehen lernen

Für Heiko Manz eine spannende politische Angelegenheit. „Ich wusste wenig über die Hintergründe, bis ich vor zwei Jahren über einen Jugendaustausch für zwei Wochen in Israel war.“ Dort habe er die eine Seite kennengelernt, nun interessiert ihn die andere. „Ich bin sehr interessiert daran, den Konflikt zwischen den beiden Nationen besser verstehen zu können.“

Nachdem sich die Freiwilligendienste im Ausland immer größerer Beliebheit erfreuen, hat sich Heiko Manz für die evangelische Diakonie Württemberg als Vermittungsstelle entschieden – in einer Gastfamilie wollte er nach weniger guten Erfahrungen in Panama nicht mehr untergebracht sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Manz wird in einem interreligiösen Hotel in Ramallah arbeiten und dort administrative Aufgaben übernehmen. „Was ich genau mache, ist noch schwammig, aber ich freue mich sehr drauf.“ Auch möchte er vor Ort einen Sprachkurs besuchen, ist aber realistisch: „Arabisch ist einfach zu schwer, aber paar Grundsachen wären ganz gut.“ Der 21-Jährige ist mit Flüchtlingen aus der Unterkunft in Untersiggingen befreundet, die hätten ihm schon ein paar Wörter beigebracht.

Nach der Rückkehr geht es zum Studieren

Manz hat die Erfahrung gemacht, dass die Israelis zum Beispiel nicht verstehen würden, warum Deutschland syrische Flüchtlinge aufnehme. Er hofft, dass er zu mehr Verständnis betragen kann, weiß aber auch, dass die Religion und Geschichte in diesen Ländern eine sehr große Rolle spielt. Nach seiner Rückkehr möchte in den Niederlanden studieren – entweder Europäische Studien oder Internationale Beziehungen.