Beim Busbahnhof in Wittenhofen, gleich neben dem Rathaus, hat die Narrenzunft Hebsack-Geister am Samstag das weithin sichtbare Symbol der Fasnet, den Narrenbaum, errichtet. Mancher wird behaupteten, die Batterie des Lanz-Traktors, mit dem der Baum vom Hof der Familie Keller durchs Dorf gezogen wurde, hätte unterwegs den Geist aufgegeben. Zunftmeisterin Heike Hummer-Arnold erklärt aber augenzwinkernd: "Die Hebsack-Geister sind eben umweltbewusst und so haben wir den Traktor mit Muskelkraft das letzte Stück bis zum Rathaus geschoben und gezogen."

Erstmals hatte Andreas Uricher mit einem Lanz-Bully, von dem es nur noch 15 Exemplare gibt, den Baum durchs Dorf geschleppt. Ebenfalls mit reiner Muskelkraft brachte die Zimmermannsgilde unter Leitung von Ralf Hummer den Narrenbaum problemlos in die Senkrechte. Etliche Hästräger und Narren beobachteten das Spektakel und sparten nicht mit Beifall, als das Werk vollbracht war. "Gut ist, dass das Wetter mitmacht und wenn alle Baumsteller auf mein Kommando hören, ist die Errichtung des Baums kein Problem – außerdem haben wir jahrelange Erfahrung", erklärte Hummer.

Andreas Uricher freut sich auf dem Lanz-Bulldogg über viele kräftige Helfer, die das Gefährt samt Narrenbaum in Wittenhofen bis zum Rathaus ziehen.
Andreas Uricher freut sich auf dem Lanz-Bulldogg über viele kräftige Helfer, die das Gefährt samt Narrenbaum in Wittenhofen bis zum Rathaus ziehen. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Geschlagen haben die Hebsack-Geister den Baum in Wendlingen und zur Größe des Baums witzelte Werner Lohner: "Der Narrenbaum ist so um die 22 Meter hoch, zuzüglich Mehrwertsteuer, und wir haben extra einen dünneren Baum genommen, weil wir nicht wussten, wie viele Baumsteller kommen würden." Tatsächlich waren alle sehr froh, dass das Sturmtief "Friederike" bereits abgezogen war. Sonst hätte der Baum weder geschlagen noch errichtet werden können. So jedoch wurde das Stellen des Narrenbaums zu einem schönen Fest, musikalisch begleitet von der Fasnets-Abordnung des Musikvereins Roggenbeuren unter Leitung von Manuel Kläsle.