Am Sonntag herrschte auf dem Höchsten noch ein leichtes Schneechaos, bei dem ein Baum auf ein Fahrzeug stürzte und ein Langläufer durch einen herunterfallenden Ast verletzt wurde. "Die Situation hat sich entspannt", berichtet Höchstenwirt Hans-Peter Kleemann, der am Montagvormittag die Loipen frisch gespurt hat. In einem Waldstück seien drei Bäume abgeknickt oder umgefallen, sodass er die Loipenspur verlegt hat.

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"Die Schneelage ist gut und auch die Bäume sind weitgehend vom Schnee befreit", sagt Kleemann, der betont, dass trotzdem äußerste Vorsicht bei Walddurchfahren geboten sei und jeder eigenverantwortlich handle. Man freut sich natürlich über den vielen Schnee auf dem Höchsten. Denn jetzt entwickelt sich der höchste Berg der Region zu einem kleinen Wintersportparadies.

Internationale Schneefreunde: Aus Rinkenweiler bei Ravensburg ist diese Gruppe um Brundhilde Brösel (Zweite von rechts), die eine Schneewandung um den Höchsten beim Aussichtspunkt starten. Von links: Quazind, Frazana und Sebohat sind auf Afghanistan. "Ich finde es toll, wie man hier im Schnee spazieren gehen kann, bei uns zu Hause gibt es eher weniger Schnee", sagt Sebohat.
Internationale Schneefreunde: Aus Rinkenweiler bei Ravensburg ist diese Gruppe um Brundhilde Brösel (Zweite von rechts), die eine Schneewandung um den Höchsten beim Aussichtspunkt starten. Von links: Quazind, Frazana und Sebohat sind auf Afghanistan. "Ich finde es toll, wie man hier im Schnee spazieren gehen kann, bei uns zu Hause gibt es eher weniger Schnee", sagt Sebohat. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Große Anziehungskraft genießen die Langlaufloipen. Vier Rundstrecken in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen mit einer Gesamtlänge von rund 21 Kilometern sowie eine Übungs- und Skating-Fläche werden überwiegend von Raimund Silbereis und gelegentlich von Höchstenwirt Hans-Peter Kleemann gespurt und präpariert. "Der Raimund ist ein echter Ehrenamtler und er hat sich ja auch lange Jahre beim Musikverein Homberg-Limpach engagiert, dessen Ehrenvorsitzender er heute ist", betont Hans-Peter Kleemann, der zusätzlich herausstellt, wie wichtig das Ehrenamt auch im Deggenhausertal sei. Da die Langlaufspuren leicht wieder zuwehen, müsse mindestens einmal am Tag gespurt werden.

Premiere: Das erste Mal in den Loipen auf dem Höchsten sind Roswitha und Manfred Schweikart aus Walbertsweiler unterwegs. "Wir genießen die frische Luft und die Bewegung und es ist wie Urlaubsfeeling in der Heimat", sagt Roswitha Schweikart. Sie haben zufällig beide einen freien Tag und wollen einmal das Gebiet auf dem Höchsten ausprobieren. Wenn es weiter so viel Spaß macht, kommen sie bestimmt wieder her.
Premiere: Das erste Mal in den Loipen auf dem Höchsten sind Roswitha und Manfred Schweikart aus Walbertsweiler unterwegs. "Wir genießen die frische Luft und die Bewegung und es ist wie Urlaubsfeeling in der Heimat", sagt Roswitha Schweikart. Sie haben zufällig beide einen freien Tag und wollen einmal das Gebiet auf dem Höchsten ausprobieren. Wenn es weiter so viel Spaß macht, kommen sie bestimmt wieder her. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Ein weiterer Höhepunkt ist der Kinderskilift, der etwas unterhalb des Aussichtspunkts auf dem Höchsten beginnt und nach mehr als 120 Metern beim Gasthof endet; die Piste ist rund 50 Meter breit. Der Lift ist – bei ausreichender Schneelage – jeweils von Freitag bis Sonntag zwischen 13 und 17 Uhr in Betrieb und in den Ferien täglich ebenfalls von 13 bis 17 Uhr. Gemeinsam mit der Gemeinde Deggenhausertal war vor einigen Jahren eine Pistenwalze angeschafft worden, mit der die Skiabfahrt – auch ehrenamtlich – präpariert wird. Außerdem werden damit Winterwanderwege hergerichtet.

Kinderskilift: Großen Spaß haben die Kinder auf dem Höchsten, wenn genügend Schnee liegt. Aus Daisendorf bei Meersburg sind Silvia Schwertner und ihr Sohn Lauri gekommen, dem Uwe Stolz vom Berggsthof Höchsten beim Einsteigen hilft. „Ich finde es toll, dass es hier einen Kinderlift gibt, weil die Kinder hier viel Spaß haben und es nicht weit entfernt ist“, freut sich Schwertner, die sehr dankbar für die Einrichtung ist.
Kinderskilift: Großen Spaß haben die Kinder auf dem Höchsten, wenn genügend Schnee liegt. Aus Daisendorf bei Meersburg sind Silvia Schwertner und ihr Sohn Lauri gekommen, dem Uwe Stolz vom Berggsthof Höchsten beim Einsteigen hilft. „Ich finde es toll, dass es hier einen Kinderlift gibt, weil die Kinder hier viel Spaß haben und es nicht weit entfernt ist“, freut sich Schwertner, die sehr dankbar für die Einrichtung ist. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Der Lift ist zweifellos ein Zuschussbetrieb, zumal Auf- und Abbau, Inbetriebnahme, TÜV und Liftpersonal nicht einmal durch die Einnahmen gedeckt werden können. Trotzdem sagt Kleemann: "Es ist eine schöne Infrastruktur für Einheimische und Gäste." Aktuell bietet der Wirt einen Schneeschuhverleih an, um Wanderungen rund um den Höchsten zu ermöglichen. "Das ist ein Zukunftsprojekt und vielleicht bieten wir künftig auch geführte Schneeschuhwanderungen an", ergänzt Kleemann. Nicht weit entfernt befindet sich der geduldete Rodelhang der Familie Thoma, wo viele Kinder die weiße Pracht genießen können. Und selbst Tourenskiläufer finden die Möglichkeit, ihrem Sport nachzugehen.