Die offizielle Einsetzung von Maike Steininger als Rektorin der Grundschule Deggenhausertal wurde eingeleitet mit dem Lied Halleluja, das Elias Martorana aus der 3. Klasse am Flügel auswendig spielte und umrahmt von zahlreichen Auftritten von Schülern. "Eine Schule zu leiten, stellt eine große Herausforderung dar", erklärte Bürgermeister Fabian Meschenmoser am Montagnachmittag im vollbesetzten Saal des Feuerwehrgerätehauses in Wittenhofen. Die Aufgabe beinhalte neben der Lehrertätigkeit im Anforderungsprofil auch Managementleistungen, die Personalleitung, Verwaltungsspezialitäten und viel Fingerspitzengefühl. Dies zumal sich Lerninhalte, Lernmittel und die Schüler verändert hätten und eine Fülle unterschiedlicher Erwartungen auf dieses Amt zukämen.

Schulamtsdirektor Klaus Moosmann stellt die neue Rektorin Maike Steininger in einem Interview den zahlreichen Interessierten im Feuerwehrgerätehaus in Wittenhofn vor. Bild: Wolf-Dieter Guip
Schulamtsdirektor Klaus Moosmann stellt die neue Rektorin Maike Steininger in einem Interview den zahlreichen Interessierten im Feuerwehrgerätehaus in Wittenhofn vor. Bild: Wolf-Dieter Guip

Die Einsetzung von Maike Steininger dürfe man feiern, weil es heute schwer sei, Schulleiter zu finden, sagte Klaus Moosmann, Direktor des Schulamtes Markdorf, und unterstrich: "Dass die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in den Schulen so nach unten gegangen ist, konnte man schon vor 15 Jahren sehen." Die Voraussetzungen bei den Kindern würden schwieriger und die Grundschule müsse hier den Grundstein legen. Man müsse den Kindern klar machen, dass es außer Facebook und WhatsApp auch noch andere wichtige Dinge im Leben gebe. Hier seien die Eltern gefordert, den Kindern vorzulesen und Werte in den Mittelpunkt zu stellen. In einer Art Interview auf der Bühne entlockte Moosmann der neuen Rektorin neben ihrem Lebenslauf auch deren Motivation, sich um die Stelle zu bewerben. "Ich hatte eine neue Herausforderung gesucht und der Gedanke, die Schule weiter zu entwickeln, ließ mich nicht los", erklärte Steininger. Sie trage die Verantwortung, sehe sich aber nicht als Kapitän, sondern eher als Trainer, als Teil der Mannschaft. Auf die Frage, was in drei Jahren über die Schule in der Zeitung stehen solle, sagte sie: "Der digitale Wandel hat in der Grundschule Deggenhausertal Einzug gehalten und bei den Schülern der Klassen drei und vier wurden die Bücher durch Tablets ersetzt."

Bei der Amtseinsetzung der neuen Rektorin der Grundschule Deggenhausertal (von links): Schulamtsdirektor Klaus Moosmann, Maike Steininger, Bürgermeister Fabian Meschenmoser und Konrektorin Christiane Hartmann. Bild: Wolf-Dieter Guip
Bei der Amtseinsetzung der neuen Rektorin der Grundschule Deggenhausertal (von links): Schulamtsdirektor Klaus Moosmann, Maike Steininger, Bürgermeister Fabian Meschenmoser und Konrektorin Christiane Hartmann. Bild: Wolf-Dieter Guip

Im Gespräch mit dem SÜDKURIER meinte Steiniger zu ihren ersten neun Monaten als Schulleiterin: "Es macht mir viel Spaß, aber ich musste mich erst einmal in viele neue Aufgaben einarbeiten." Ganz neu sei, dass aktuell eine Vorbereitungsklasse für zehn Flüchtlingskinder eingerichtet werden soll. Eine Herausforderung, denn es sei eine zusätzliche Aufgabe für die Lehrer, parallel zum normalen Unterricht Deutschunterricht zu geben. Für den Elternbeirat hoffte Sabine Geister, dass sich Steininger ihr Lächeln bewahre und betonte auf Nachfrage: "Unser Verhältnis zu ihr ist sehr gut, sie ist freundlich und motiviert und hat immer ein offenes Ohr für die Eltern." Und die Mutter von Schülerin Clara, Claudia Wolfinger, ergänzte: "Der Schulleiterwechsel bringt Veränderung und generell finde ich den frischen Wind ganz gut – das ist positiv." Die beiden Vorsitzenden des Schulfördervereins, Christine Roth und Sabine Geister, betonten: "Das Verhältnis zur neuen Schulleitung ist so gut, wie es auch schon zu ihrer Vorgängerin Ursula Hefler war und sie führt die Schule ebenso gut weiter." Vor allem habe Steininger von Anfang an ein offenes Ohr für den Förderverein bewiesen.

Eine Schultüte zum Rektorinnenstart: Die Vorstände des Elternbeirats, Christine Roth (links) und Sabine Geister (rechts), sind nach den ersten neun Monaten mit der neuen Rektorin Maike Steininger sehr zufrieden. Bild: Wolf-Dieter Guip
Eine Schultüte zum Rektorinnenstart: Die Vorstände des Elternbeirats, Christine Roth (links) und Sabine Geister (rechts), sind nach den ersten neun Monaten mit der neuen Rektorin Maike Steininger sehr zufrieden. Bild: Wolf-Dieter Guip

Zur Person

Maike Steininger (39) aus Illertissen hat nach dem Abitur in Ulm die Pädagogische Hochschule in Weingarten mit den Schwerpunkten Grund- und Hauptschule absolviert. Ihr Referendariat hat sie in Kirchdorf an der Iller absolviert. Nach ihrer Tätigkeit an Schulen in Mengen und Rot an der Rot kam sie im Jahr 2013 an die Grundschule Deggenhausertal. Zu ihren Hobbys zählen Schwimmen, Lesen, Kochen, Klavier spielen und Backen sowie Gartenarbeit. Sie bedauert, dass sie nach 15 Jahren im Rettungsdienst beim DRK dieses Ehrenamt künftig nun nicht mehr ausüben kann. Maike Steininger ist es nach eigener Aussage wichtig, mit Menschen zu arbeiten. Geprägt haben sie ihre Tätigkeiten als Lehrerin und Rettungsassistentin. Die neue Rektorin ist verheiratet, an der Schule in Wittenhofen ist sie die Nachfolgerin von Ursula Hefler.