Die Freiwillige Feuerwehr Deggenhausertal hat während einer Hauptübung am Freitagabend ihre Leistungsfähigkeit aufgezeigt.

Video: Wolf-Dieter Guip

Die gestellte Aufgabe: Beim Abladen von Heu auf dem Biolandhof Steidle in Obersiggingen hat sich Funkenschlag durch einen Stein im Heugebläse gebildet. Daraus entwickelte sich ein Feuer, das Ökonomiegebäude stand in Vollbrand. Mitarbeiter des Hofs begannen sogleich mit der Tierrettung. Durch die Nervosität der Tiere verletzten sich zwei Arbeiter und ein Dritter stellte fest, dass Kollegen fehlen.

Parallel zur Menschenrettung wurde die Wasserentnahme aus der Aach vorbereitet. Im Hintergrund die Drehleiter aus Markdorf und zahlreiche Zuschauer, die die Übung beobachteten.
Parallel zur Menschenrettung wurde die Wasserentnahme aus der Aach vorbereitet. Im Hintergrund die Drehleiter aus Markdorf und zahlreiche Zuschauer, die die Übung beobachteten. | Bild: Wolf-Dieter Guip

„Erste Priorität hatte die Menschenrettung, während parallel an zwei Stellen die Wasserentnahme aus der Deggenhauser Aach aufgebaut wurde. Da das Ökonomiegebäude ohnehin nicht mehr zu retten war, wurde zunächst das Wohngebäude geschützt und anschließend das Ökonomiegebäude gelöscht“, erklärte Einsatzleiter Norbert Steidle nach Ende der Übung.

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Neben dem neuen Mannschaftstransortwagen (MTW) waren fünf Fahrzeuge der Feuerwehr Deggenhausertal, die Drehleiter und ein Rüstwagen aus Markdorf mit fast 50 Kräften sowie das DRK Deggenhausertal im Einsatz. In theoretischer Bereitschaft waren beim Sportplatz die Drehleiter aus Salem und zwei weitere Fahrzeuge in Bereitschaft.

Großes Interesse der Bevölkerung an der Hauptübung der Feuerwehr. Viele strömten auf den Biolandhof Steidle, um den spektakulären Einsatz der Drehleiter zu beobachten.
Großes Interesse der Bevölkerung an der Hauptübung der Feuerwehr. Viele strömten auf den Biolandhof Steidle, um den spektakulären Einsatz der Drehleiter zu beobachten. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Bürgermeister Fabian Meschenmoser betonte, wie wichtig das neu angeschaffte MTW mit Führungsausstattung für die Koordination und Dokumentation der gesamten Übung ist. Und: „Interessant war der Aufbau der Riegelstellung und die nahtlose Einbindung der externen Kräfte.“ Meschenmoser zeigte sich erfreut, dass auch das DRK Deggenhausertal genügend Rettungskräfte hat, um bei Einsätzen stets vor Ort sei.

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Ein Kamerad der Partnerfeuerwehr aus Uzwil/Schweiz, als Gäste zur Hauptübung angereist, brachte es auf den Punkt: „Die Hauptübung ist ja hier wie ein kleines Volksfest“. Und auch der Kommandant der heimischen Feuerwehr, Karl-Heinz Bentele, der die Zuschauer über den Übungsablauf informierte, freute sich über die große Resonanz seitens der Bürger.

Zwei Feuerwehrleute mit Atemschutz haben die „Verletzten“ gerettet und kurz darauf wurden sie dem DRK übergeben.
Zwei Feuerwehrleute mit Atemschutz haben die „Verletzten“ gerettet und kurz darauf wurden sie dem DRK übergeben. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Geschätzte 100 Erwachsene und Kinder säumten die Lellwanger Straße in Obersiggingen, als kurz nach 18 Uhr die Feuerwehrfahrzeuge am angenommenen Brandherd beim Biolandhof Steidle eintrafen.

Josef Schmidmeister erklärt Gemeinderätin Elfriede von Ow-Haag die Funktionsweisen und Aufgaben des neuen MTW mit Führungsausstattung, dessen Anschaffung der Gemeinderat zugestimmt hatte.
Josef Schmidmeister erklärt Gemeinderätin Elfriede von Ow-Haag die Funktionsweisen und Aufgaben des neuen MTW mit Führungsausstattung, dessen Anschaffung der Gemeinderat zugestimmt hatte. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Einen deutlichen Realitätsbezug gab es während der Übung wegen eines Paketdienstes, der von der Situation mit den vielen Einsatzfahrzeugen völlig überfordert schien. Der Fahrer rangierte hin und her und behinderte die Fahrzeuge der Feuerwehr. Außerdem gab es einen eifrigen Fotografen, für den ein Einsatzfahrzeug scharf abgebremst werden musste, damit der Mann nicht verletzt wurde.

Nachdem das Wohngebäude des Biolandhofs geschützt war, konnte mit dem Löschen des Ökonomiegebäudes begonnen werden.
Nachdem das Wohngebäude des Biolandhofs geschützt war, konnte mit dem Löschen des Ökonomiegebäudes begonnen werden. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Unter den vielen Zuschauern waren wie erwähnt Kameraden aus Uzwil. Darunter Johannes Niedermann, dessen Mutter aus Deggenhausertal stammt. Aus der Partnerstadt Tschasartet/Ungarn war Eva Bergmann mit Partner Endre Elmer gekommen.

Ein Fest für die Kinder und gute Werbung für die Feuerwehr, denn bei knapp 30 Grad Celsius war eine Erfrischung sehr willkommen – was sich die Feuerwehrleute nicht nehmen ließen den Kindern eine Freude machten.
Ein Fest für die Kinder und gute Werbung für die Feuerwehr, denn bei knapp 30 Grad Celsius war eine Erfrischung sehr willkommen – was sich die Feuerwehrleute nicht nehmen ließen den Kindern eine Freude machten. | Bild: Wolf-Dieter Guip