Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen standen auf der Agenda der Hauptversammung der Freiwilligen Feuerwehr Deggenhausertal. Zu den wichtigen Tagesordnungspunkten zählte die Wahl des Kommandanten und seines Stellvertreters. Nach fünfjähriger Amtszeit stellte sich Kommandant Karl-Heinz Bentele erneut zur Wahl und wurde mit 50 von 55 Stimmen im Amt bestätigt. Auch sein Stellvertreter, Claudius Mecking, wurde wiedergewählt.

Bürgermeister Fabian Meschenmoser (Mitte) gratuliert Karl-Heinz Bentele (links) und Claudius Mecking zu ihrer Wiederwahl.
Bürgermeister Fabian Meschenmoser (Mitte) gratuliert Karl-Heinz Bentele (links) und Claudius Mecking zu ihrer Wiederwahl. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Sorgen um den Nachwuchs bei der Feuerwehr

Kreisbrandmeister Henning Nöh beglückwünsche Bentele und Mecking: "Heute geht alles schneller, genauer und mühsamer und es gilt, viele Gesetze zu beachten. Da ist es nicht immer leicht, Leute für Führungspositionen zu gewinnen."

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Nöh sagte, seine große Sorge sei das Thema Nachwuchs, das derzeit viele Wehren beschäftige. Und er betonte, wie wichtig die Ausbildung aktiver Feuerwehrleute sei. Insbesondere forderte er die Schulung von Atemschutzgeräteträgern.

Sie freuen sich über ihre Beförderungen (von links): Jürgen Höß, Philipp Hübschle, Kommandant Karl-Heinz Bentele, Florian Asprion, Manuel Haag, Volker Göller und Manuel Hirscher. Bilder: Wolf-Dieter Guip
Sie freuen sich über ihre Beförderungen (von links): Jürgen Höß, Philipp Hübschle, Kommandant Karl-Heinz Bentele, Florian Asprion, Manuel Haag, Volker Göller und Manuel Hirscher. Bilder: Wolf-Dieter Guip | Bild: Wolf-Dieter Guip

Viele Einsätze wegen Brandmeldeanlagen

Kommandant Karl-Heinz Bentele berichtete von einem eher ruhigen Jahr 2018. Die Feuerwehr habe 18 Einsätze weniger als im Vorjahr gehabt. Wenn es allerdings einen Alarm gebe, müsse jeder Handgriff sitzen. "Für einen Einsatz muss auch der Beruf mal für einige Stunden ruhen können – Menschleben gehen zweifelsohne vor", betonte Bentele. Unverändert hoch sei die Anzahl der sogenannten Täuschungsalarme, die durch ausgelöste Brandmeldeanlagen verursacht werden. Direkt vom Schreibtisch oder um ein Uhr morgens zum Einsatzort zu hetzen, um dann festzustellen, dass es sich nur um einen dampfenden Kochtopf gehandelt hat, sei für die Motivation der Mannschaft nicht gerade förderlich, sagte Bentele. Kreisbrandmeister Henning Nöh fügte an: "Die Alarmierung durch Brandmeldeanlagen ist ein nie endendes Thema, aber die Feuerwehr ist verpflichtet, zu diesen Einsätzen auszurücken, auch wenn es Täuschungsalarme sind." Die betreffenden Betriebe müssten auf ihre Wartungspflichten für die Anlagen hingewiesen werden und neue Anlagen seien weitaus besser.

Henning Nöh ehrt Klaus Fliegauf, Sigfried Auer und Franz Asprion (von links) mit dem Ehrenabzeichen in Gold.
Henning Nöh ehrt Klaus Fliegauf, Sigfried Auer und Franz Asprion (von links) mit dem Ehrenabzeichen in Gold. | Bild: Wolf-Dieter Guip

36 Einsätze im vergangenen Jahr

Schriftführer Manuel Haag gab einen detaillierten Überblick über die 36 Einsätze im vergangenen Jahr, wobei zehn Täuschungsalarme auf Brandmeldeanlagen zurückzuführen waren. Des Weiteren verzeichnete die Einsatzstatistik der Freiwillige Feuerwehr sechs Brände und 16 technische Hilfeleistungen sowie vier sonstige Einsätze bei Veranstaltungen im Tal.

Mit dem Ehrenabzeichen in Bronze für 15 Jahre Engagement in der Feuerwehr wurden geehrt (von links): Jürgen Höß, Manuel Haag, Judith Mecking, Claudius Mecking, Michael Schmid, Kreisbrandmeister Henning Nöh, Matthias Mecking, Manuel Eisele und Kommandant Karl-Heinz Bentele.
Mit dem Ehrenabzeichen in Bronze für 15 Jahre Engagement in der Feuerwehr wurden geehrt (von links): Jürgen Höß, Manuel Haag, Judith Mecking, Claudius Mecking, Michael Schmid, Kreisbrandmeister Henning Nöh, Matthias Mecking, Manuel Eisele und Kommandant Karl-Heinz Bentele. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Wehr zählt 142 Mitglieder

Insgesamt leisteten die Mitglieder im vergangenen Jahr 1093 Einsatzstunden. Die verschiedenen Gruppen beteiligten sich an 51 Übungen. Zahlreiche Wehrleute haben außerdem an Lehrgängen und Schulungen teilgenommen. Die Freiwillige Feuerwehr Deggenhausertal verfügt über einen Mannschaftsstand von 142 Mitgliedern. Darunter sind 85 Aktive. 40 Mitglieder gehören der Alterswehr an, 17 der Jugendfeuerwehr.

Segen für neuen Manschaftstransportwagen

Vor Beginn der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Deggenhausertal versammelten sich die Mitglieder, deren Partner sowie viele Gäste in der Gerätehalle in Wittenhofen. Dort segnete Pfarrer Michael Vollmert den neue Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr. "Der Segen gilt nicht nur für das neue Fahrzeug, sondern auch für die Menschen, die Feuerwehrleute", betonte er. Zur Bedeutung der Feuerwehr sagte er, deren ehrenamtliche Hilfe sei auch im Namen des Herrn: "Der Mensch ist zur gegenseitigen Hilfe berufen."

Feuerwehrkommandant Karl-Heinz Bentele betonte: "Der heutige Tag ist für die Feuerwehr Deggenhausertal und ihren aktiven Mitglieder ein wichtiger Tag." Um die vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, bedürfe es auch einer entsprechenden Ausstattung. Mit dem neuen Manschaftstransportwagen stehe der Feuerwehr Deggenhausertal eine Ausstattung zur Verfügung, die sowohl den jetzigen als auch künftigen Anforderungen gerecht werde.

Für die Feuerwehr sei es das Wichtigste, dass sie immer ans Ziel komme, wie auch immer der Weg bis dorthin aussehe. Deshalb sei es für die Feuerwehrleute ein wichtiges Anliegen, den neuen Manschaftstransportwagen anlässlich seiner offiziellen Indienststellung segnen zu lassen.