Am gestrigen Mittwoch hat Fabian Meschenmoser seine Arbeit als neuer Bürgermeister des Deg­genhausertals aufgenommen. Für den ehemaligen Kämmerer der Gemeinde Berg ist einiges vertraut, viel neu. Er sammelte positive Eindrücke und ist voller Erwartung, was die kommenden Tage, Wochen und Monate bringen mögen. Erster Punkt im Terminkalender war eine ausgiebige Begrüßungsrunde durch das Rathaus. „Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden, das hat mir persönlich was bedeutet.“ Es folgte eine intensive Besprechung mit seinen Amtsleitern und weiteres Einlesen in die aktuellen Vorgänge. „Neben Briefpost hat Herr Simon einige E-Mails an mich weitergeleitet, die ich bereits durchgegangen bin“, erzählt er im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

In den kommenden 100 Tagen stehen die Themen Breitband und ÖPNV ganz oben auf der Liste. „Beim Breitband wird sich demnächst etwas tun, und da möchte ich mich koordinierend einbringen. Das ist ein sehr wichtiges Thema für die Gemeinde.“ Beim ÖPNV wird es um emma und die Bedürfnisse der Bevölkerung gehen. Ansonsten stehen in der nächsten Zeit vor allem Mitarbeiter kennenlernen und öffentliche Termine, wie Nikolausmarkt, Konzerte sowie die Fastnet an. „Das schöne an diesen Terminen ist, dass ich so gleich viel Kontakt zu den Menschen habe und gleichzeitig meine Familie dabei haben kann.“ Bürgernahe Präsenz ist ihm wichtig. Den vielen Terminen sieht Meschenmoser relativ gelassen entgegen, kann er sich doch auf zuverlässige Mitarbeiter verlassen. „Mit Sabrina Schorer, Peter Nothelfer, Josef Schweizer und Karin Schukat werde ich jederzeit offene Fragen und Probleme erörtern können, eine offene Kommunikation von Anfang an ist mir persönlich wichtig.

“ Genau so auch bei seinen Amtskollegen in der Nachbarschaft. „Natürlich werde ich in Markdorf, Bermatingen, Salem und Heiligenberg persönlich zu Antrittsbesuchen vorbeikommen, die nächste Bürgermeisterrunde findet erst im Dezember statt.“

Vor seiner ersten Gemeinderatssitzung am 15. November gibt er zu, „sicherlich etwas angespannt zu sein, aber nicht nervös.“ Als Kämmerer sind ihm solche Sitzungen nicht neu, aber die Rolle, die er einnimmt schon. „Es werden keine Brennpunktthemen auf der Tagesordnung stehen, das macht es leichter.“ Ein besonders freudiger Aspekt für ihn ist es, dass er künftig seine Mittagspause bei seiner Familie verbringen kann. „Das bedeutet mir schon sehr viel, besonders im Hinblick auf sich verändernde Familienzeit. Denn mir ist klar, dass es ein Spagat zwischen Familie und Terminen sein wird.“ Etwas wehmütig wird er beim Thema Musik: „Die werde ich ganz klar zurückschrauben müssen, das wäre sonst nicht fair.“

Zur Person

Fabian Meschenmoser, 32-jähriger Diplom-Verwaltungswirt (FH), wurde am 25. September 2016 zum neuen Bürgermeister gewählt. Er wohnt mit seiner Frau Bianca und seinem Sohn Hannes Emanuel in Roggenbeuren. Er sieht sich als bürgernah, bodenständig und verwaltungserfahren, bezeichnet die Aufgabe des Bürgermeisters als Herausforderung.

Am 25. September wurde Meschenmoser mit 80 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister des Deggenhausertals gewählt. Er tritt die Nachfolge von Knut Simon an. (jmh)