Eine Inflation an Narrenbäumen reckt sich wieder in Deggenhausertal in den Himmel. Zurückzuführen ist dies auf die Tatsache, dass sich nach der Gemeindereform das Brauchtum in den heutigen Teilorten erhalten hat und es mehrere Narrenvereinigungen gibt. In Wittenhofen und Roggenbeuren waren die Narrenbäume bereits früher errichtet worden. In Lellwangen, Urnau und Limpach waren die Baumstellergruppen am Samstag unterwegs, um nach Umzügen durch die Dörfer die Symbole der Fastnacht zu errichten. Am Schmotzige Dunschtig folgen noch die Bäume in Deggenhausen und Obersiggingen sowie bei den Füchsen in Untersiggingen; und gewiss wird es auch wieder einen Narrenbaum in Mennwangen geben.

Wie seit vielleicht schon 1960 üblich, trafen sich die Narren in Urnau – nach einem Weckruf lange vor Sonnenaufgang – um die Mittagszeit beim Hugo, um Kräfte zu sammeln. Gut gestärkt zog die närrische Gruppe unter Führung des 74-jährigen Narrenbolizisten Hermann Fichtner mit mehreren Stopps durchs Dorf. Fichtner füllt sein Amt schon seit über 20 Jahren mit dem notwendigen Ernst aus. Beim Dorfgemeinschaftshaus wurde dann der Baum errichtet und das Werk gebührende gefeiert. Für Musik während des Umzugs sorgten die Fasnetsabordnung des Musikvereins Roggenbeuren und die 08/15-Band aus Bermatingen.

Unter den Klängen des Musikvereins Homberg-Limpach zogen die Narren in Limpach mit ihrem Baum durch die Gassen und zum zweiten Mal schleppten die Kinder einen eigenen Narrenbaum durchs Dorf. Mit dem Narrenruf "NSB – Narren setze Boom" errichteten die Baumsteller beim Dorfgemeinschaftshaus den Narrenbaum. Auch hier wurde im Anschluss im Dorfgemeinschaftshaus gemütlich gefeiert.