Wolfgang Rößler, Vorsitzender der Freien Wähler, hat seinen Vorgänger Karl Anton Meschenmoser zum Ehrenvorsitzenden der Fraktion ernannt. Er erinnerte an dessen Engagement, das durch besondere Umstände geprägt wurde.

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Unechte Teilortswahl verhindert Wiederwahl

Karl-Anton Meschenmoser wurde vor 30 Jahren Gemeinderat für die Freien Wähler – und war laut Wolfgang Rößler in der Gruppierung gleich Stimmenkönig. Er habe hervorragende Arbeit geleistet, unter anderem als Befürworter eines Kindergartens für den Standort Deggenhausen. Fünf Jahre später wollten ihn die Bürger mit mehr als 1000 Stimmen wieder im Gemeinderat sehen, doch die unechte Teilortswahl machte ihm einen Strich durch die Rechnung: Ein Kandidat einer anderen Partei mit nur einem Drittel Stimmen zog in den Gemeinderat ein.

Meschenmoser überlässt seinem Schwiegersohn den Vortritt

1999 wurde Meschenmoser erneut mit großer Mehrheit gewählt, die unechte Teilortswahl war abgeschafft. In dieser Zeit war er Bürgermeister-Stellvertreter und Sprecher der Freien Wähler. Meschenmoser habe seine Sache sehr gut und sich einen Namen gemacht, so Rößler. Doch bei der darauffolgenden Wahl scheiterte der Einzug in den Gemeinderat wieder an äußeren Umständen. Damals durften Verwandte nicht im selben Gremium sein, so überließ er seinem Schwiegersohn den Platz: "Dadurch haben wir einen sehr guten Gemeinderat verloren", sagte Rößler.

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Rößler überreicht Ehrenurkunde als Dank

Einen Zugewinn verbuchten die Freien Wähler jedoch bei den Sitzen: In seiner ersten Periode waren es vier, in der zweiten fünf, in der dritten sechs Sitze. Damit war die Fraktion die stärkste Gruppierung im Gemeinderat; zudem stellten die Freien Wähler den Bürgermeister-Stellvertreter. "Man kann für die Arbeit nicht genug danken, nicht nur im Namen der Freien Wähler, die du vorangetrieben hast, sondern auch der Bürger", sagte Rößler an Karl-Anton Meschenmoser gewandt, und überreichte ihm eine Ehrenurkunde sowie eine Foto-Collage in Anerkennung seines Engagements.