Teilweise etwas erschöpft und vor allem müde treffen die Teilnehmer des Ferienlagers des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Zeltlager in Benistobel ein. Sie kehren gerade von einer dreitägigen Wanderung zurück. Tim aus Pfrungen berichtet: „Wir sind zwar jetzt recht müde und die Duschen sind gerade überfüllt, aber da gehen wir eben in die Rotach zum Baden, die ist zwar etwas kalt, aber das erfrischt so richtig.“ Levin aus Magetsweiler ergänzt: „Heute werden wir wohl nicht mehr viel unternehmen, sondern unsere Zelte einräumen und wieder in normalen Betten schlafen und nicht auf dem Acker.“

Nach der Rückkehr vom Wanderlager freuen sie sich auf ihre gewohnten Schlafplätze (von links): Tim, Basiron, Chantal, Silas, Ryan, Max, Musti, Ili und Lena.
Nach der Rückkehr vom Wanderlager freuen sie sich auf ihre gewohnten Schlafplätze (von links): Tim, Basiron, Chantal, Silas, Ryan, Max, Musti, Ili und Lena. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Viele Eindrücke vom Wanderlager zum Illmensee

Während ihres Aufenthalts im Lager der BDKJ-Ferienwelt Benistobel hatten die 42 Teilnehmer zwischen 12 und 16 Jahren ein dreitägiges Wanderlager zum Illmensee unternommen. In einem kleinen Grüppchen, das auch gerade wieder eingetroffen ist, sitzt Ryan aus Immenstaad. Er erzählt: „Das Wanderlager war sehr angenehm, zumal wir beim Wandern Musik hatten. Da wandert es sich besser und es macht viel Spaß.“ Eine Nacht habe die Gruppe in einem Gemeindehaus verbracht. Sie seien dann zwar etwas spät am Illmensee angekommen, hätten aber trotzdem noch baden können und es sei ein rundum toller Ausflug gewesen.

Erschöpft aber glücklich kehren die Jugendlichen vom Wanderlager zurück.
Erschöpft aber glücklich kehren die Jugendlichen vom Wanderlager zurück. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Essen wird in riesigen Töpfen zubereitet

Gleich nebenan im Küchenbereich steht Susanna aus Ansbach in Bayern und rührt kräftig in einem riesigen Topf: „Heute Abend gibt es vegetarische Bolognese und die muss regelmäßig umgerührt werden, damit sie nicht ansetzt.“ Susanna ist das erste Mal in einem BDKJ-Zeltlager und ihr gefällt es sehr gut, wie sie erzählt. Vor allem die Arbeit in der Küche mache ihr großen Spaß.

Susanna aus Ansbach rührt sorgfältig die vegetarische Bolognese, damit alle am Abend satt werden.
Susanna aus Ansbach rührt sorgfältig die vegetarische Bolognese, damit alle am Abend satt werden. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Auf dem Zentralplatz ist immer viel los

Dass immer viel los ist im Camp, zeigt sich auf dem großen Zentralplatz des Lagers gegenüber der Küche. An einer langen Tafel sitzen 19 Kinder und drei Betreuer und essen. Betreuer Oliver Matlok erklärt: „Wir sind aus dem BDKJ-Ferienlager in Seemoos bei Friedrichshafen und haben ein Wanderlager nach Benistobel unternommen.“ Nun gehe es für die Gruppe noch weiter zum Lager Schwende bei Urnau.

Oliver, Lucie und Anna (von links) beim Spüldienst. Sie sind vom BDKJ-Ferienlager in Seemoos nach Benistobel gewandert. Für ihre Gruppe geht es bald weiter nach Schwende.
Oliver, Lucie und Anna (von links) beim Spüldienst. Sie sind vom BDKJ-Ferienlager in Seemoos nach Benistobel gewandert. Für ihre Gruppe geht es bald weiter nach Schwende. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Vom Teilnehmer zum Teamleiter

Teamleiter in Benistobel ist Ralf Bacher, der beruflich als Pädagoge an einer Realschule arbeitet: „Ich habe 1999 als Teamer in Seemoos in BDKJ-Ferienlagern angefangen und bin jetzt schon das achte Jahr Teamleiter in Benistobel.“ In diesem Jahr seien auch ein promovierter Mathematiker und ein Bioinformatiker als Teamer dabei. Die Zusammenarbeit mit den jungen Leuten mache großen Spaß, man könne gut vom beruflichen Alltag abschalten und erfahre auch eine gewisse Selbstbestätigung. Viele der Teamer seien früher selbst als Teilnehmer in der BDKJ-Ferienwelt gewesen. Über die Jahre werde der Zusammenhalt in den Teams immer größer und es werde nie langweilig.

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