Seit mehr als zehn Jahren kämpfen die Gemeinde Deggenhausertal und insbesondere die Urnauer Bürger um einen Radweg zwischen Urnau und Hefigkofen. Gerade der aus Urnau stammende langjährige Gemeinderat Ernst Mecking, der bei der vergangenen Gemeinderatswahl aus Altersgründen nicht mehr angetreten war, brachte das Thema regelmäßig im Rat zur Sprache – in seiner Funktion als Gemeinderat kann er die Realisierung dieser wichtigen Trasse nicht mehr genießen.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie geht es nun weiter?

Nachdem Bürgermeister Fabian Meschenmoser im Gemeinderat bekannt gab, dass mit dem Bau in absehbarer Zeit begonnen würde, ist der erste Schritt durch den Abbruch der alten Brücke – die schon seit längerem gesperrt war – nun getan. Wie geht es nun weiter? Das beantwortet Dirk Abel, Pressesprecher des Regierungspräsidiums Tübingen: „Nach Abbruch der Bestandsbrücke laufen derzeit die nötigen Bodenaustauschmaßnahmen für die Gründung der neuen Brücke über die Rotach. Mit dem Neubau wird in der kommenden Woche begonnen. Die Fertigstellung der Brücke ist im Frühjahr 2020 geplant.“

Baustart wohl Mitte Oktober

Mit dem Bau des Radweges werde voraussichtlich Mitte Oktober begonnen. Ab Frühjahr 2020 finden die notwendigen Arbeiten am Geh-/Radweg vor Urnau, die Arbeiten für die Verlängerung des Schuppelbachdurchlasses sowie die Herstellung von Querungshilfen bei Urnau und Ramsenbühl statt. Die Freigabe des Abschnitts zwischen Urnau und Ramsenbühl sei in der zweiten Jahreshälfte 2020 vorgesehen.

Zur Fortführung bis Hefigkofen sagt Abel: „Das Regierungspräsidium Tübingen konzentriert sich intensiv auf den Bau des ersten Abschnitts des Radweges entlang der L 204 zwischen Urnau, Fuchstobel und Ramsenbühl. Damit wird ein großer Beitrag zur Verkehrssicherheit und für den Radverkehr entlang der L 204 geleistet. Die Planungen für den zweiten Abschnitt zwischen Oberteuringen-Ramsenbühl und Hefigkofen werden derzeit aufgrund der schwierigen Situation beim Grunderwerb nicht weiterverfolgt. Erst wenn erkennbar ist, dass beim Thema Grunderwerb mit Fortschritten zu rechnen ist, kann das Projekt bei der Priorisierung der vielzähligen Radwegmaßnahmen im Regierungsbezirk berücksichtigt werden.“

Gesamtkosten von rund 1,4 Millionen Euro

Die Gesamtkosten belaufen sich Abel zufolge auf rund 1,4 Millionen Euro. Hiervon werden rund 1,16 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg getragen. Die übrigen Kosten werden von den Gemeinden Deggenhausertal und Oberteuringen sowie vom Landkreis Ravensburg übernommen.

Die Fertigstellung der restlichen Fahrradstrecke steht offenbar in den Sternen. Damit besteht für Fahrradfahrer, die ab Ramsenbühl auf der L 204 fahren müssen, auch in absehbarer Zukunft ein hohes Gefahrenpotenzial.

Das könnte Sie auch interessieren