Deggenhausertal – Das erste Rockfest auf dem Dorfplatz in Urnau kann als großer Erfolg eingeordnet werden. Herbert Kopp hatte das Konzert gemeinsam mit der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) Deggenhausertal organisiert. 250 Rockfans ließen sich von den heißen Rhythmen mitreißen. Die ganz Jungen, die Neun- bis 15-Jährigen, die gewöhnlich mit der KJG ins Sommerlager fahren, waren auf dem Dorfplatz eher unterrepräsentiert. Aber gewiss waren viele der mittlerweile reiferen Generation, die jetzt bei jedem Stück auf dem Dorfplatz mitwippten, in jungen Jahren mit der KJG unterwegs gewesen. Überschlagsmäßig reichte das Altersspektrum von sieben Jahren bis 70 plus.

Altersspektrum von 7 bis 70 plus

Über große Resonanz freuten sich die Veranstalter in Urnau beim ersten Rock auf dem Dorfplatz.
Über große Resonanz freuten sich die Veranstalter in Urnau beim ersten Rock auf dem Dorfplatz. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Sicherlich richteten sich die Rock-Titel der Band "fallout lips" an die Freunde der klassischen Rockmusik aus den 60er bis 80er Jahren. Von Vorteil war, dass die Melodien in erträglicher Lautstärke vorgetragen wurden, was jedoch dem Rock-Feeling selbst keinen Abbruch tat.

Christine Stehle: Lob für kreatives Angebot im Tal

Christine Stehle aus Deggenhausertal: "Ich finde die Veranstaltung hier toll und mich begeistert vor allem die Kreativität, mit der in Deggenhausertal verschiedene Musikrichtungen präsentiert werden."
Christine Stehle aus Deggenhausertal: "Ich finde die Veranstaltung hier toll und mich begeistert vor allem die Kreativität, mit der in Deggenhausertal verschiedene Musikrichtungen präsentiert werden." | Bild: Wolf-Dieter Guip

Ganz begeistert von dem Konzert war Christine Stehle aus Deggenhausen: "Ich finde es ganz toll, dass es im Tal ein Open-Air-Konzert in dieser Form gibt. Und vor allem, dass es sowohl jüngere, als auch ältere Leute hier gibt und das Publikum ganz gemischt ist." Stehle fand es großartig, wie kreativ die verschiedenen Veranstalter im Tal sind: auf der einen Seite dieses Rock-Konzert, auf der anderen Seite die DJ-Party beim Maifest oder Halloween in der Alfons-Schmidmeister-Halle sowie Auftritte des Gospelchors. Sicherlich sei Blasmusik nicht unbedingt ihr Favorit, aber die Musikvereine organisierten doch sehr viele Feste im Tal und hätten aus der Tradition heraus eine wichtige Funktion. Die Vielseitigkeit des kulturellen Angebots, generationsübergreifend, sei schon besonders für die Flächengemeinde. Christine Stehle selbst war zwölf Jahre im Kirchenchor Deggenhausertal.

Max Heidrich: Höre Rockmusik sehr gern

Max Heidrich aus Mennwangen: "Die Musik klingt sehr gut, aber ist es nicht das Original. Es hört sich aber gut an und ich höre diese Musik sonst auch gerne."
Max Heidrich aus Mennwangen: "Die Musik klingt sehr gut, aber ist es nicht das Original. Es hört sich aber gut an und ich höre diese Musik sonst auch gerne." | Bild: Wolf-Dieter Guip

Unterschiedlicher Meinung sind die Geschwister Max und Lisa Heidrich aus Mennwangen. "Ich höre Rockmusik eigentlich sehr gern und es klingt auch ganz gut, aber es ist halt nicht das Original", sagte der 15-jährige Max. Seine zwölfjährige Schwester Lisa ergänzte: "Ich mag solche Musik eigentlich eher weniger. Aber ich finde es gut, dass man so ein Konzert hier im Tal anbietet, weil es viele gibt, denen es gefällt."

Hugo Heigle: Veranstaltung belebt das Dorf

Hugo Heigle aus Urnau: "Die jungen Leute fehlen noch etwas, aber die kommen ja heute meist erst später zu Veranstaltungen. Und in Urnau selbst gibt es ja nicht so viele Junge."
Hugo Heigle aus Urnau: "Die jungen Leute fehlen noch etwas, aber die kommen ja heute meist erst später zu Veranstaltungen. Und in Urnau selbst gibt es ja nicht so viele Junge." | Bild: Wolf-Dieter Guip

Der gebürtige Urnauer Hugo Heigle erklärte: "Für mich ist die Musik nichts, das ist eher was für junge Leute, aber ich finde die Veranstaltung trotzdem gut, weil sie das Dorf belebt." Die Geschmäcker bei Musik seien eben verschieden, doch das Konzert biete auch gute Gelegenheit, Neubürger und Alteingesessene zusammenzubringen und den Zusammenhalt zu fördern.

Tanzfläche füllt sich allmählich

Während zu Anfang die großzügige Tanzfläche noch kaum genutzt wurde, tummelten sich später hier die Rockfans und ließen sich in die Vergangenheit versetzen.
Während zu Anfang die großzügige Tanzfläche noch kaum genutzt wurde, tummelten sich später hier die Rockfans und ließen sich in die Vergangenheit versetzen. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Der Sprecher der KJG, Benedikt Caspari, freute sich, dass das Konzert so gut angenommen wurde und dass so viele Besucher kamen: "Die Idee für ein Rock-Konzert gab es schon seit längerem und als Herbert Kopp jetzt auf uns zukam, ob wir bei der Organisation und Bewirtung helfen, waren wir sofort dabei." Schließlich kommt der Erlös der KJG zugute, die damit Ausrüstung für die Sommerfreizeit anschaffen will.