Am Donnerstag hätte im Bürgersaal in Daisendorf eigentlich der Auftaktworkshop zum Fußverkehrs-Check 2020 stattfinden sollen. Doch die steigenden Infektionszahlen der Corona-Pandemie zwingen die Gemeindeverwaltung zu einer Absage.

„Die zum 2. November in Kraft getretenen engeren Regelungen der Corona-Verordnung lassen eine solche Veranstaltung aus Sicht der Gemeinde-
verwaltung nicht zu“, teilt Bürgermeisterin Jacqueline Alberti mit. Auch spreche das aktuelle Infektionsgeschehen in der Bodenseeregion zum Wohle und zur Sicherheit aller Bürger gegen die geplante Veranstaltung.

Auftaktworkshop wird ins Amtsblatt verlegt

Dennoch ist der Fußverkehrs-Check der Gemeinde Daisendorf wichtig. Es sei bereits Rücksprache mit der unterstützenden Planersocietät gehalten worden. Die Bürgermeisterin dazu: „Wir haben nunmehr vereinbart, den Auftaktworkshop sozusagen in das Amtsblatt zu verlegen.“

Es wird demnach ein Text veröffentlicht, in dem der Fußverkehrs-Check nebst Hintergründen und Zielen erläutert wird. Gleichzeitig wird laut Alberti eine Umfrage gestartet: „Die Fragen dazu werden derzeit ausgearbeitet. Wir hoffen, dass wir in der Kalenderwoche 48, spätestens in der Kalenderwoche 49 mit der Umfrage starten können.“

Umfrage zum Wochenmarkt ist Vorbild

Der Auftaktworkshop soll quasi entsprechend der Umfrage zum Wochenmarkt Anfang des Jahres vonstatten gehen. „Bei der Umfrage zum Wochen-
markt hatten wir eine Rückmeldequote von etwa 30 Prozent und erhoffen uns daher, auf diesem Weg ein hohes Feedback aus der Bevölkerung zu erhalten“, schreibt Alberti.

Parallel möchte die Gemeindeverwaltung Kommunikation und Interaktion zwischen den Bürgern zum Projekt ermöglichen: „Daher stehen wir derzeit mit dem Fraunhofer Institut in Kontakt. Wir hoffen, bis Ende November ein Programm zu Verfügung gestellt zu bekommen, über das Sie als Bürger Ihre Meinungen und Vorschläge zum Fußverkehr in der Gemeinde auch digital einbringen und sich austauschen können.“

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Bestenfalls könnten die Bürger „zum Beispiel kritische/gefährliche Stellen des Fußverkehrs in unserer Gemeinde sogar in einer hinterlegten Karte eintragen“. Sobald das Programm zur Verfügung stehe, werde der entsprechende Link veröffentlicht und auf der Internetseite der Gemeinde hinterlegt.

An Begehungen im Januar festhalten

„An den Terminen zur Begehung der Gemeinde am 15. Januar 2021 und am 29. Januar 2021 halten wir erst einmal fest. Auch hier werden wir kurzfristig entscheiden, ob die entsprechenden Verordnungen sowie das aktuelle Infektionsgeschehen eine gemeinsame Begehung zulassen“, teilt die Daisendorfer Bürgermeisterin mit. Sollten die Begehungen nicht möglich sein, will man erneut „eine kreative Lösung“ finden.

Der Fußverkehrs-Check wird durch das Land Baden-Württemberg finanziert und hat einen Aktionszeitraum von einem Jahr. Die Gemeinde Daisendorf hatte sich um die Teilnahme beworben und den Zuschlag erhalten. Insgesamt soll die Lage der Fußgänger im Ort bewertet und verbessert werden.