In seiner aktuellen Sitzung hat Daisendorfs Gemeinderat die Suche nach einem Gewerbegebiet angestoßen. Noch hat die 1600-Einwohner-Gemeinde keine Gewerbeflächen. Aktuell wird beim Regionalverband Bodensee-Oberschwaben an der Fortschreibung des Regionalplans gearbeitet. Daher wurde Bürgermeisterin Jacqueline Alberti im Juli um eine Stellungnahme gebeten. Im August sprach der Rat formlos über die Anfrage.

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„Wir haben bei den ortsansässigen Gewerbetreibenden nach deren benötigten Flächen gefragt“, erklärte Alberti in der Ratssitzung. Aus den Rückmeldungen berechnete sie den Bedarf. „Benötigt werden Lagerflächen. Die Gewerbetreibenden wollen keine lauten Werkstätten bauen“, gab die Bürgermeisterin weiter Einzelheiten aus der Umfrage bekannt. Nun ist die Gemeinde auf der Suche nach einer 10 000 bis 15 000 Quadratmeter großen Fläche.

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Die Suche nach einer passenden Fläche wird dadurch erschwert, dass die Gemeinde von Natur- und Landschaftsschutzgebieten eingerahmt wird. So kamen insbesondere zwei Flächen in die engere Auswahl. Zum einem an der Baitenhauser Straße, an der Ortsausfahrt oberhalb der Straße Am Gärtlesberg. Zum anderen an der Meersburger Straße zwischen dem Rewe-Markt und dem Güttinger Anwesen.

Außerplanmäßige Kosten von 5000 Euro

Bei der Prüfung der Grundstücke auf Eignung holt sich die Gemeinde externe Expertise ein. Es wurde die Landschaftsarchitektin Bernadette Siemensmeyer vom Planungsbüro „Büro 365° umwelt + freiraum“ beauftragt. Da diese Maßnahme nicht im Haushalt vorgesehen war, entstehen außerplanmäßige Kosten von maximal 5000 Euro.

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Im Rahmen einer Klausurtagung will der Gemeinderat das Ergebnis besprechen. Bis 21. Oktober soll eine Stellungnahme an den Regionalverband ausgearbeitet werden. Der förmliche Beschluss soll am Folgetag in der anstehenden Gemeinderatssitzung erfolgen. Bis 31. Oktober muss die Stellungnahme der Gemeinde beim Gemeindeverwaltungsverband vorliegen, der seinerseits eine Stellungsnahme abgeben muss. Am 10. November müssen die Stellungsnahmen beim Regionalverband sein.