Bei der symbolischen Übergabe des Daisendorfer Stromnetzes an das Stadtwerk am See waren die Beteiligten guter Laune. Bürgermeisterin Jacqueline Alberti wurde nicht müde, Vorteile aufzuzählen, die die Zusammenarbeit mit sich bringe. „Das Stadtwerk betreute schon unsere Gas- und Telekommunikationsnetze, die Wasserversorgung. Nun kommt das Stromnetz hinzu“, sagte Alberti.

Mit dem Stadtwerk hätte die Gemeinde bisher gute Erfahrungen gemacht. Diese Erfahrungen erwartet Alberti nun auch bei der Betriebsführung des Stromnetzes.

Zusammenarbeit mit Stadtwerk schon seit einigen Jahren

Die Bürgermeisterin lobte vor allem die schnelle und direkte Zusammenarbeit mit dem regionalen Anbieter. „In den vergangenen Jahren haben wir den Service erlebt und gemeinsam gelebt“, sagte sie. Die Verantwortlichen seien stets ansprechbar gewesen. „Es ist ein Riesenvorteil einen regionalen Anbieter an seiner Seite zu haben, bei dem wir nicht nur eine Nummer sind“.

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Auch den Daisendorfer Bürgern steht dieser Service zur Verfügung, sagte Stadtwerk-Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle. „Bei Netzstörungen bei Strom, Gas, Telekommunikation und Wasserversorgung können uns die Bürger 24 Stunden am Tag an sieben Tagen die Woche unter einer Nummer erreichen.“

Stromnetz inklusive einer zweiten Leitung für Notfälle

„Damit es erst gar nicht zu Störungen kommt, haben wir im Zuge der Betriebsübernahme viel Geld ins Stromnetz investiert“, erzählte Bürkle. 350.000 Euro wurden für die Investitionen ausgegeben. Das Daisendorfer Netz sei in zwei Bereiche geteilt worden und eine zusätzliche Versorgung sei ebenfalls aufgebaut worden. „Sollte ein Versorgungsweg einmal ausfallen, können wir die Versorgung auf die zweite Leitung umschalten“, erklärte Bürkle den Sinn und Zweck dieser Leitung.

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Dies geschehe künftig automatisch, denn die fünf Netzstationen und die zwei Schaltkästen seien mit „intelligenter Technik“ aufgerüstet worden. Mit dieser neuen Technik könnten die Betriebsführer die Verteilstellen auch aus der Ferne steuern.

Das Stadtwerk am See hat im Vorfeld der Netzübernahme ins Daisendorfer Stromnetz investiert. Unter anderem wurden Erdkabel im Wohngebiet „Am Wattenberg“ neu verlegt. Auf der linken Seite ist das Mittelspannungskabel mit seinen drei Leiterkabel zu erkennen, rechts fünf Niederspannungskabel.
Das Stadtwerk am See hat im Vorfeld der Netzübernahme ins Daisendorfer Stromnetz investiert. Unter anderem wurden Erdkabel im Wohngebiet „Am Wattenberg“ neu verlegt. Auf der linken Seite ist das Mittelspannungskabel mit seinen drei Leiterkabel zu erkennen, rechts fünf Niederspannungskabel. | Bild: Stadtwerk Am See

Straßenarbeiten sollen besser koordiniert werden

Nachdem die Gemeinde für alle Leitungen in der Erde nur noch einen Ansprechpartner hat, hofft Alberti, dass in Zukunft bei Straßenbauarbeiten die Koordination besser funktioniert und die betroffenen Straßenabschnitte nur noch einmal aufgerissen werden müssen. „Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Nerven der Bürger“, sagte sie.

Gemeinde kann Daten auf Geoportal online einsehen

Die technischen Daten, die das Stadtwerk am See für die eigene Planung zusammenträgt, würden auch der Gemeinde zur Verfügung stehen. Alberti sagte: „Über unser Geoportal können wir die Daten online einsehen.“ Somit sei eine schnellere und präzisere Recherche als früher gewährleistet, denn die umständliche Suche in Karten und Plänen entfällt.

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