Bürgermeisterin Jacqueline Alberti hatte für die Freiwillige Feuerwehr ihrer Gemeinde gute Nachrichten mitgebracht. "Trotz der angespannten Haushaltslage hat der Gemeinderat alle beantragten Mittel für die Feuerwehr bewilligt", sagte Alberti in ihrer Begrüßungsansprache. Sie hob auch die hervorragende Stellung der Feuerwehr im Gemeindeleben hervor.

40 000 Euro will die Gemeinde Daisendorf 2018 für ihre Freiwillige Feuerwehr ausgeben. 27 000 Euro wird allein der Umbau des "Gerätewagens Technik" (GWT) kosten. "2004 haben wir den Wagen noch selbst ausgebaut, weil es damals nichts Entsprechendes auf dem Markt gab", sagte Feuerwehrkommandant Thomas Ritsche. Doch die Ansprüche und die Anforderungen seien gestiegen. Auch hätte der TÜV eine Modernisierung des GWT angemahnt. Nun wird der Transporter im laufenden Jahr auf den neuesten Stand gebracht. Die übrigen 13 000 Euro werden in neue Einsatzkleidung, in die Ausrüstung und für das Inventar des Feuerwehrhauses aufgewandt.

Die Unterstützung der Feuerwehr seitens der Gemeinde freute Kreisbrandmeister Henning Nöh. "Die Feuerwehr ist fester Bestandteil des Gemeinwesens. Sie ist die schlagkräftige Truppe der Bürgermeisterin", gab er der neugewählten Alberti auf den Weg. Nöh beschied auch in Daisendorf, dass die Aufgaben der Feuerwehr weiter von der reinen Brandbekämpfung weg und hin zu Unfallbergung und Unwettereinsätzen gehen. "Genug Personal haben wir nie genug. Ehrenamt braucht Unterstützung. Bürgermeisterin und Gemeinderat müssen entsprechende Werbung machen und auch Klinken putzen gehen", forderte er die Gemeinde auf. Nöh lobte das Engagement für die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Sie seien eine Grundlage für die Nachwuchssicherung. Aktuell hat die Daisendorfer Wehr 39 aktive Einsatzkräfte, Nöh sieht für die Zukunft eine Mannschaftsstärke bei 50 Kräften. Für sämtliche Dienste, Besprechungen und Fortbildungen weist die Wehr 2915 Stunden auf, 690 Stunden entfielen dabei auf die reinen Einsätze.

Auf der Hauptversammlung gab es auch personelle Entscheidungen. Egon Ritsche wurde nach 48 Dienstjahren in die Altersabteilung versetzt. Lucas Hug, Nina Fuhs und Riccarda Fuhs wurden per Handschlag in den aktiven Dienst aufgenommen. Martin Glienke wurde zum Brandmeister, Stefan Pietrzik und Benjamin Lutz, Markus Schramm und Wolfgang Menner zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Für 25 treue Dienstjahre wurde Markus Nebel mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber geehrt.