Vorgeschlagen wurde die Idee eines Wochenmarktes von Martin Prendl beim ersten Treffen der Daisendorfer Bürgerwerkstatt. Von der Idee bis zur Umsetzung hat es dann etwa ein Jahr gedauert. Der Wochenmarkt auf dem Rathausplatz findet am Donnerstag, 5. März, zum ersten Mal statt.

Die Bürgerwerkstatt basiert auf einem Leitbild, das die Daisendorfer in einem etwa einjährigen Prozess selbst erarbeitet haben. Anschließend wurde das Leitbild vom Gemeinderat angenommen. Im Leitbild haben die Bürger auch ein Forum festgelegt, in dem sich die Daisendorfer über politische Ideen und Anregungen austauschen können.

Das könnte Sie auch interessieren

Aus diesem Forum ist die Bürgerwerkstatt entstanden. Bereits in der ersten Sitzung wurden viele Ideen zusammengetragen – unter anderem der Wunsch nach einem Wochenmarkt.

Rentner Prendl sucht potenzielle Händler

Kurz darauf machte sich Rentner Prendl auf die Suche nach Anbietern für den Markt. Er klapperte die umliegenden Märkte ab und sammelte Kontaktdaten. Dann schrieb er Bürgermeisterin Jacqueline Alberti an und nannte ihr alle potentiellen Händler.

Uschi Kraus übernimmt Organisation

Hatten sich zur Betreuung des Wochenmarkt-Projekts beim ersten Treffen vier Bürger gemeldet, so zeigten sich beim darauffolgenden Treffen nur noch zwei dafür verantwortlich. Prendl merkte bald, dass er sich in der Organisation gesundheitlich nicht komplett einbringen kann. So übernahm Uschi Kraus die Organisation. Sie brachte viel Erfahrung mit, denn sie koordiniert gemeinsam mit den Daisendorfer Vereinen das jährlich stattfindende Dorffest.

Fragebogen für etwa 800 Haushalte

Kraus entwarf einen kleinen Fragebogen und verteilte diesen an die etwa 800 Daisendorfer Haushalte. Dabei rechnete sie mit einem Rücklauf von rund fünf Prozent. Umso überraschter zeigte sich Kraus darüber, dass etwa 30 Prozent der Bürger den Fragebogen ausfüllten. Dabei sprachen sich 93 Prozent derjenigen, die an der Befragung teilnahmen, für einen Wochenmarkt im Ort aus.

Uschi Kraus organisiert den Wochenmarkt in Daisendorf. Um die Bewohner auf den Markt aufmerksam zu machen, wirft sie Flyer in die Briefkästen der Wohnungen und Häuser im Dorf.
Uschi Kraus organisiert den Wochenmarkt in Daisendorf. Um die Bewohner auf den Markt aufmerksam zu machen, wirft sie Flyer in die Briefkästen der Wohnungen und Häuser im Dorf. | Bild: Mardiros Tavit

Ende 2019 wurden die Ergebnisse im Gemeinderat präsentiert: Einstimmig beschlossen die Ratsmitglieder, das Vorhaben zu unterstützen. Als Anreiz für die Anbieter wurden auf Vorschlag von Bürgermeisterin Alberti die Standgebühr, sowie die Wasser- und Stromkosten für die Händler erlassen. Der Rat wolle nach einem Jahr eine Bilanz ziehen und den Gebührenerlass dann noch einmal überdenken.

Das könnte Sie auch interessieren

Nach dieser Entscheidung bekamen die Anbieter eine feste Zusage. Im Januar folgte ein Vor-Ort-Termin mit den Händlern. „Es liegt allein an den Daisendorfern, ob der Markt sich etabliert“, sagt Organisatorin Uschi Kraus. Damit die Institution erhalten bleibt, müssten die Bürger dort auch einkaufen.

Wurst- und Fleischanbieter gesucht

Fünf Anbieter kommen am heutigen Donnerstag zum ersten Mal und bieten ihre Produkte auf dem Rathausplatz an. Nur der Wurst- und Fleischanbieter sei leider abgesprungen. „Ich bin weiter auf der Suche nach einem Metzger“, erzählt Kraus. Doch sie sei guter Dinge, denn über Mundpropaganda habe sie bereits einen Geflügelhändler für den Markt gefunden.

Wünsche nach Grillwurst und Kaffee

„Ich wurde schon jetzt von vielen angesprochen, die mir erzählt haben, was sie sich noch auf dem Wochenmarkt vorstellen können“, sagt Kraus. So würden bei den Bürgern beispielsweise Grillwürste sowie Kaffee und Kuchen auf der Wunschliste stehen.

Diese Wünsche kommen auch den Vorstellungen der Bürgermeisterin und dem Gemeinderat nahe. „Der Wochenmarkt wäre nicht nur ein Ort zum Einkaufen, sondern auch ein Treffpunkt für Daisendorfer“, sagte etwa Gemeinderat Otto Köhler (FWV) bei der entscheidenden Ratssitzung.

Das könnte Sie auch interessieren

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.