Deutlich mehr Geld für den Unterhalt der Straßen forderte Thomas Ritsche (CDU) in der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres, bei der der Entwurfs des Haushaltsplans vorgestellt wurde. Seine Ratskollegen folgten seinem Antrag einstimmig und erhöhten die eingeplanten Mittel von 3000 auf 15 000 Euro.

Frage der Finanzierung ist ungeklärt

Dem Beschluss vorausgegangen war ein ausführlicher Meinungsaustausch mit Kämmerin Heike Sonntag. Mit Blick auf die sinkenden Rücklagen der kleinen Gemeinde zögerte die Kämmerin, eine höhere Summe einzuplanen. Auch Bürgermeisterin Jacqueline Alberti sorgte sich um die Refinanzierung. "Es ist ein spannender Spagat, die Aufgaben zu erfüllen, denn wo kommen die Mittel her? Die Bürger können nicht belastet werden", formulierte sie ihre Bedenken. Die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen, wurde mangels Refinanzierungsmöglichkeiten verworfen.

Das könnte Sie auch interessieren

"Wir haben viele Jahre nichts gemacht und nun sind wir in Not."

Ritsche begründete seinen Antrag mit den Verkehrssicherungspflichten der Gemeinde. Die Straßen seien teilweise sehr marode und die Bodenwelle in der Baitenhauser Straße müsse beseitigt werden. Ebenso müsse im Waldweg noch ein Feinbelag aufgetragen werden. "Mit 3000 Euro kommen wir da nicht weit", meinte er und erklärte später: "Mit Weitersparen tun wir uns keinen Gefallen." Peter Winder (FWV) unterstützte die Argumentation und wollte das Budget für den Straßenunterhalt auf 20 000 Euro erhöhen, weil "überall Schlaglöcher und Heckeneinwüchse sind, sodass keine Kehrmaschine mehr fahren kann". Dadurch würde sich der Straßenzustand weiterhin verschlechtern. "Wir haben viele Jahre nichts gemacht und nun sind wir in Not", pflichtete Gemeinderat Siegfried Willibald (FWV) seinen Amtskollegen bei. Dieser Ansicht zeigte sich auch Birgit Schley (FWV): "Wir sind nur schuldenfrei, weil nie was gemacht wurde."

Konkrete Vorschläge, neue Einnahmen zu generieren, machte Monika Bernhard (FWV) mit dem Stichwort "Gewerbegebiet" sowie mit dem Vorschlag, die Bestattungsgebühren zu erhöhen. "Der Friedhof könnte kostendeckend sein. Bestattungen sind in Daisendorf sehr günstig", sagte sie.