"Bahama Mama" und "Blue Hawaiian" hießen die heimlichen Stars auf dem diesjährigen Dorffest in Daisendorf. Die bunten Cocktails wurden erneut von den erwachsenen Mitgliedern der Sankt Georgs Pfadfinder vom Stamm Sankt Martin gemixt.

"Wir werden von Jahr zu Jahr besser", zog Nicholas Damiano das Fazit. Die langen Warteschlagen vor der mit Reismatten verkleideten Cocktailbar gaben ihm Recht. Und auch an die Kinder hatten die Pfadis, wie sie liebevoll im Dorf genannt werden, gedacht. Der Dorfnachwuchs bekam einen "Shirley Temple" oder einen "Bahama Mama Virgin", wobei die Kinder den Witz in dem Cocktail-Namen sicherlich nicht verstanden haben.

Neben den Pfadfindern beteiligten sich auch alle örtlichen Vereine an der 20. Auflage des jährlichen Dorffestes. Die Getränkeausschank und den Service übernahmen erneut die Sumpfgeister vom Narrenverein. Die Schützen verantworteten wieder die Grillstation, die Salate dazu lieferte wie jedes Jahr die Jugendfeuerwehr.

Auch die Schießbude der Schützen durfte nicht fehlen, an der die Luftgewehrschützen frische rote Rosen für die Liebsten schießen konnten. Das Kinderprogramm gestaltete erneut das Kinderhaus, das Kinderschminken gehörte unbedingt dazu. Ein weiteres geliebtes Ritual ist die von Georg Waibel organisierte Tombola. 600 Lose und jedes sechste Los gewinnt. Als Hauptpreise gab es diesmal sechs Busreisen an den Lago Maggiore. Kein Wunder, dass die 50-Cent-Lose schnell vergriffen waren.

Die musikalische Unterhaltung übernahmen alle drei Kapellen des Dorfes. Beste Unterhaltung boten "Siggis Jugendmusikanten", die "Schimmelbühler Musikanten" und die Musikkapelle des "Musikvereins Daisendorf/Stetten".

Alles wie gehabt also, wenn da nicht ein kleiner Unterschied zu den Jahren zuvor wäre. "Wir hatten viel mehr Zuspruch als sonst", staunte Uschi Kraus vom Organisationskomitee. Als Indikator dafür wies sie auf das leer getrunkene Lager hin. "Dieses Jahr bleibt nichts übrig", sagte sie. Bei geschätzten 600 Festbesuchern waren die Hälfte aller Daisendorfer auf dem Fest.