Auf der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Daisendorf war der kürzlich erstellte und vom Gemeinderat beschlossene Feuerwehrbedarfsplan das Hauptthema. Bürgermeisterin Jacqueline Alberti oblag es, die Ergebnisse der Feuerwehranalyse für die geschlossen angetretene Daisendorfer Wehr zusammenzufassen. "Ich bin stolz auf alle Feuerwehrkameradinnen und -kameraden", begann sie ihre kurze Ansprache. Sie zählte die nüchternen Zahlen auf. Beim Schutzziel eins, Ausrücken und Eintreffen des ersten Löschwagens, hätte die Wehr durchschnittlich eine Ausrückzeit von vier Minuten und 54 Sekunden und eine Eintreffzeit von sechs Minuten und 24 Sekunden erreicht. Und das bei einem Erreichungsgrad von 100 Prozent. "Das Ziel lag bei 90 Prozent", sagte Alberti. Auch beim Schutzziel zwei, der gemeinsame Einsatz mit der Meersburger Wehr, lag der Erreichungsgrad bei 100 Prozent.

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"Ihr habt einen hervorragenden Ausbildungsstand", nahm sich die Bürgermeisterin den zweiten Punkt vor. "Wir dürfen uns auf den Lorbeeren nicht ausruhen und müssen weiter Werbung machen".

Einbruchssichere Unterstellmöglichkeit

Aber auch die Hausaufgaben an die Gemeinde und die Feuerwehr zählte die Bürgermeisterin auf: "Wir brauchen eine Lösung für die Umkleideproblematik im Feuerwehrgerätehaus". Außerdem müsse die Notstromversorgung sichergestellt werden. Eine große Investition sei der dringend benötigte Mannschaftstransportwagen. "Dafür müssen wir eine einbruchsichere Unterstellmöglichkeit finden". Die Fördermittel seien beantragt. Kreisbrandmeister Henning Nöh wollte sich für eine zusätzliche Förderung durch den Landkreis einsetzen, obwohl der Kreis seit Jahren keine Mannschaftstransportwagen gefördert hat. "Aber bei kleinen Gemeinden müsse es eine Ausnahme geben", machte Nöh der Daisendorfer Wehr Hoffnung.

Viele Beförderungen standen auf der Tagesordnung der Daisendorfer Feuerwehr (von links): Oliver Siedler, Tom Bauhofer, Riccarda Fuhs, Martin Blinka, Nina Fuhs, Kommandant Thomas Ritsche, Christina Heitele, Lucas Hug und Bürgermeisterin Jacqueline Alberti.
Viele Beförderungen standen auf der Tagesordnung der Daisendorfer Feuerwehr (von links): Oliver Siedler, Tom Bauhofer, Riccarda Fuhs, Martin Blinka, Nina Fuhs, Kommandant Thomas Ritsche, Christina Heitele, Lucas Hug und Bürgermeisterin Jacqueline Alberti. | Bild: Mardiros Tavit

Im Feuerwehrbedarfsplan wurde das Fehlen eigener Sandsäcke bemängelt. Dafür hatte Alberti eine eigene Lösung. "Wir schaffen uns die Sandsäcke an und bestellen gleich einen Haufen Sand dazu", schlug sie vor. Und: solle die Feuerwehr erst einmal Beachparty organisieren und danach den Sand in die Säcke füllen.

Eine weitere gute Nachricht hatte Alberti noch mitgebracht: "Die BGV-Versicherung schüttet seine Überschüsse als Spenden aus." Sie hätte sich darum bemüht und die Daisendorfer Wehr erhält eine Tragkraftspritze im Wert von 10 000 Euro.

Wehr darf sich nicht ausruhen

Nöh nannte diese besondere Spende "der Lohn des Tüchtigen". Die Maßnahmen für die Feuerwehr seien klug und richtig entschieden worden. "Nun könnt ihr die Früchte einfahren". Aber die Wehr dürfe sich nicht ausruhen. Mit der vorbildlichen Kinder- und Jugendfeuerwehr sei eine hervorragende Grundlage für die eigene Mitgliederwerbung getan.