Seit einigen Tagen ist klar, dass Ravensburg zur Modellstadt in Sachen Club-Öffnungen wird. Neben dem „Douala“ soll die „Kantine“ noch im Juni für Feiernde wieder öffnen dürfen. Voraussetzung sollen unter anderem Tests, digitale Einlasskontrollen mit der Luca-App und eine Begrenzung der maximalen Besucheranzahl sein. Darüber hinaus wird das Modellprojekt wissenschaftlich begleitet. Wie genau das Hygienekonzept aussehen soll, wird derzeit noch ausgearbeitet.

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In den sozialen Medien ist die Freude darüber groß, dass nach mehr als einem Jahr Club-Schließungen bald wieder gefeiert werden kann. „Wir sind am Start“, „ab nach Ravensburg“ oder „bin dabei“ ist bei Facebook unter dem SÜDKURIER-Artikel über das Modellvorhaben in Oberschwaben zu lesen.

Das Landratsamt Ravensburg – als zuständige Gesundheitsbehörde vor Ort– reagiert hingegen verhalten. „Die politische Entscheidung über die Zulassung ist in Stuttgart erfolgt“, teilt Selina Nußbaumer, Sprecherin des Ravensburger Landratsamts, auf Anfrage mit. Beide Projekte – neben dem Modellvorhaben zu Club-Öffnungen in Ravensburg ist im Landkreis in der Rubrik Feste auch das Welfenfest in Weingarten ausgewählt worden – seien mit deutlichen Risiken verbunden.

„Beide Projekte sind mit deutlichen Risiken verbunden. Wir werden die Entscheidung des Landes aber selbstverständlich wie gewünscht umsetzen.“
Selina Nußbaumer, Sprecherin des Landratsamts Ravensburg

„Wir werden die Entscheidung des Landes aber selbstverständlich wie gewünscht umsetzen“, so Selina Nußbaumer weiter. Wichtig sei es der Kreisbehörde nun, die beiden Antragsteller, also die Städte Ravensburg und Weingarten, „zu einem Gespräch einzuladen, um die Projektkonzepte durchzudiskutieren und gemeinsam zu überlegen, welche Auflagen helfen können, damit aus den von den beiden Städten initiierten Projekten möglichst wenig zusätzliche Gefahren für das Infektionsgeschehen erwachsen“. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.

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