Von „Gar keine schlechte Idee“ bis zu „Man kann es mit der lückenlosen Überwachung auch übertreiben“ reichen die Kommentare der SÜDKURIER-Leser zur Ankündigung der Polizei, sich am Osterwochenende von Bord des Zeppelins aus einen Überblick über die Einhaltung der Corona-Verordnung zu verschaffen. Wie begründet die Polizei die Aktion? Und wie passt das zur Idee, unter dem Motto „alle für alle“ ein Zeichen der Zuversicht an die Bevölkerung zu senden? Wir haben nachgefragt.

Neue Aufschrift auf dem Luftschiff

Bereits am ersten Aprilwochenende war der Zeppelin unter dem Motto „alle für alle“ über der Bodenseeregion unterwegs. Damit wollten die Zeppelin-Reederei und die Stadt Friedrichshafen ein Zeichen der Zuversicht und des Zusammenhalts an die Bevölkerung senden.

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„In den Verwaltungsstäben kam daraufhin die Idee auf, die Flüge mit dem Zeppelin NT auch zur Unterstützung der Polizei einzusetzen“, teilte das Polizeipräsidium am Mittwochvormittag mit. Der Zeppelin werde deshalb am Osterwochenende mit Polizisten an Bord im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg unterwegs sein. Dabei solle ein Überblick über die Einhaltung der Corona-Verordnung verschafft werden. „Auf die Einhaltung der Abstandsregeln wird an Bord selbstverständlich geachtet“, heißt es weiter.

Das sagt die Polizei zur Überwachung aus der Luft

„Wir freuen uns, einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten zu können, indem wir die wichtige Arbeit der Polizei unterstützen“, wird Eckard Breuer, Geschäftsführer der Deutschen Zeppelin-Reederei, in dem Pressetext der Polizei zitiert. Der Zeppelin NT sei perfekt für derartige Missionen geeignet – er fliege sehr leise und mit geringen Abgasemissionen.

Das sagt die Zeppelin-Reederei

Aus der Luft lassen sich Gruppen besser erkennen

Polizeipräsident Uwe Stürmer verspricht sich der Mitteilung zufolge viel von dieser Möglichkeit, könnten doch bei einem Überflug mit dem Zeppelin NT aufgrund von Flughöhe und -geschwindigkeit sehr genau Menschengruppierungen im öffentlichen Raum erkannt werden, die sonst durch Streifenwagenbesatzungen nur erschwert zu entdecken seien. „Wir nehmen das Angebot der Einsatzunterstützung gern an, um noch gezielter gegen Verstöße gegen die gültige Gesetzeslage, die ja dem Schutz vor Infektionen dient, vorgehen zu können“, so Stürmer.

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