Im Bodenseekreis wird am 14. Februar 2023 ein neuer Landrat oder eine neue Landrätin gewählt. Den Termin hat der Kreistag in seiner Sitzung am 5. Oktober festgelegt. Die Amtszeit von Landrat Lothar Wölfle endet am 13. Mai 2023. Er wird nicht erneut kandidieren.

Wer kann als Landrat gewählt werden?

Gewählt werden können „Deutsche im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes“, die zwischen 30 und 68 Jahre alt sind und jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung eintreten. Gewählt wird die Landrätin/der Landrat vom Kreistag. Eine Amtszeit beträgt acht Jahre. Im Bodenseekreis beginnt diese voraussichtlich mit dem 14. Mai 2023.

Welche Aufgabe hat der Wahlausschuss?

Zur Vorbereitung der Wahl bildet der Kreistag einen beschließenden Ausschuss. Dieser hat Henrik Wengert als Vorsitzenden und Günter Hornstein als Stellvertreter gewählt. Im Ausschuss sind alle Fraktionen vertreten, insgesamt hat er neun Mitglieder. Der Ausschuss entscheidet über die öffentliche Ausschreibung der Stelle und führt Verhandlungen über die Benennung von mindestens drei geeigneten Bewerbern mit dem Innenministerium und gegebenenfalls der Landesregierung.

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Wie wird die Stelle ausgeschrieben?

Die Stelle wurde am 11. November im Staatsanzeiger für Baden-Württemberg ausgeschrieben. Die Frist zur Abgabe von Bewerbungen endet am Montag, 12. Dezember. Der Ausschuss legt dem Innenministerium die eingegangenen Bewerbungen mit den dazugehörigen Unterlagen unverzüglich vor. Gemeinsam werden dann mindestens drei Bewerber ausgewählt. Gibt es nicht genug Kandidaten, kann der Ausschuss auf die Benennung weiterer Bewerber verzichten. Bei einer solchen Ein-Kandidaten-Wahl musste das Innenministerium seine Zustimmung geben. Die Bewerber stellen sich am Wahltag dem Kreistag vor. Die Sitzung am 14. Februar 2023 ist öffentlich.

Wie läuft die Wahl ab?

Die Kreisräte wählen den Landrat in geheimer Wahl nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl. Aktuell hat keine Kreistagsfraktion eine absolute Mehrheit. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der Stimmen aller Kreisräte auf sich vereinigt. Wird eine solche Mehrheit bei der Wahl nicht erreicht, findet in derselben Sitzung ein zweiter Wahlgang statt. Erhält auch hierbei kein Bewerber mehr als die Hälfte der Stimmen, gibt es einen dritten Wahlgang. Hier gewinnt derjenige, der die höchste Stimmenzahl erreicht. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.