Das im Bodenseekreis seit Mitte Juli geltende Wasserentnahme-Verbot für Oberflächengewässer wird laut Mitteilung des Landratsamts bis vorerst 4. September verlängert. Weiterhin verboten ist damit das Abpumpen aus Fließgewässern wie Bächen, Flüssen, Kanälen sowie Weihern und Seen für den Gemeingebrauch sowie die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen. Vom Verbot ausgenommen sind Entnahmen aus dem Bodensee und dem Grundwasser im genehmigten Umfang sowie für das Tränken von Vieh und das Schöpfen mit Handgefäßen. Die entsprechende Allgemeinverfügung ist auf der Internetseite des Bodenseekreises zu finden.

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Durch die anhaltende und auch in den kommenden Wochen zu erwartende Trockenheit haben viele größere Gewässer und vor allem kleinere Bäche im Bodenseekreis derzeit teils kritische Pegelstände, teilt die Behörde weiter mit. „Fische, Kleinlebewesen und Wasserpflanzen leiden unter ansteigenden Gewässertemperaturen und dem verringerten Sauerstoffgehalt.“

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Bußgeld von bis zu 10.000 Euro bei Verstoß

Kurze lokale Regengüsse reichen für eine nachhaltige Entspannung nicht aus, führt das Landratsamt weiter aus. Wasserentnahmen durch den Menschen für die Bewässerung von Grünflächen könnten die Situation im Einzelfall dramatisch verschärfen. Das Austrocknen eines Gewässers bedeute den Verlust aller dort beheimateten Wasserlebewesen. Wer das Verbot in dieser kritischen Situation ignoriert, muss laut Mitteilung deshalb mit einem empfindlichen Bußgeld von bis zu 10.000 Euro rechnen.