Die Aufgabe der Bodensee-Weinprinzessin ist es, den Wein vom Bodensee in der Öffentlichkeit zu präsentieren und die Region zu vertreten. Ein wichtiger Bestandteil dieser Aufgabe ist die Präsenz auf den Weinfesten am See und in der Umgebung. Die Weinprinzessin hält dort Ansprachen, ist bei Weinproben dabei und tritt mit den Winzern an den Ständen in Kontakt.

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Im Jahr 2020 wurden die Weinfeste wegen der Corona-Pandemie jedoch alle abgesagt. Was also hat die zuletzt gewählte Bodensee-Weinprinzessin in ihrer Amtsperiode gemacht? Hat sich die Kandidatur für sie überhaupt gelohnt? Wir haben Lea Saible aus Hagnau getroffen und mit ihr über ihre Zeit als „Hoheit“ gesprochen.

Nur zwei Weinfeste für Lea Saible

Die 22-Jährige sagt ganz klar: „Es war eine wunderbare Zeit, aber natürlich war es für mich schade, dass keine Weinfeste stattfinden konnten. Auf die hatte ich mich nämlich am meisten gefreut.“ Allein die Stimmung auf den Festen sei für Saible etwas Besonderes und auch auf das Kennenlernen vieler verschiedener Winzer hatte sie gehofft.

Immerhin zwei Veranstaltungen konnte Saible 2019 noch mitnehmen: das Bodensee-Weinfest in Meersburg und das Erzinger Weinfest. „In Meersburg hatte ich meinen ersten öffentlichen Aufritt nach meiner Wahl und wenige Wochen später durfte ich dann in Erzingen eine Ansprache halten“, sagt die junge Frau. Die beiden Feste brachten Lea Saible viel Spaß und einiges an Erfahrung, erzählt sie. „Ich konnte viele Winzer kennenlernen, konnte leckeren Wein trinken und auch mit den Gästen ins Gespräch kommen.“

Mara Stoll, Bodensee-Weinprinzessin Lea Saible und Ida Pousaz (von links) beim Erzinger Weinfest 2019.
Mara Stoll, Bodensee-Weinprinzessin Lea Saible und Ida Pousaz (von links) beim Erzinger Weinfest 2019. | Bild: Privat

Einige wenige Veranstaltungen – wenn auch keine Weinfeste – besuchte Lea Saible in ihrer Rolle als Weinprinzessin auch im Corona-Jahr 2020. So war sie beispielsweise bei einigen Weinproben dabei. „Wir waren bei Proben auf dem Bodensee, im Winzerverein Hagnau und in Stockach“, blickt Saible zurück. Außerdem durfte sie die Auszeichnungen des Müller-Thurgau-Preises verteilen. „Ich bin durch ganz Baden gefahren und habe den Winzern ihre Preise gebracht. So habe ich also doch noch viele verschiedene Weinbauern kennengelernt“, freut sich die 22-Jährige.

„Ich bin froh, dass ich trotz Corona einige Winzer kennenlernen durfte und dankbar für alle Erfahrungen, die ich gesammelt habe. Ich bin offener und selbstbewusster geworden – und kenne mich jetzt mit Wein aus.“
Lea Saible, Bodenseeweinprinzessin 2019 bis 2021

Neben diesen Ereignissen war Lea Saible auch als Gast bei kleineren Veranstaltungen dabei – etwa bei der Narrenmesse in Immenstaad. „Als Weinprinzessin ist man schon eine berühmte Person am Bodensee, so wie die Bürgermeister auch. Da wird man dann öfters mal irgendwo eingeladen“, erzählt die junge Frau und lacht.

Auf die Frage nach dem schönsten Erlebnis als Weinprinzessin antwortet Lea Saible ohne nachzudenken: „Die Krönung. Ich war es nicht gewohnt, dass so viele Leute da sind und sich mit einem freuen. Auf einmal ist man bekannt und darf Interviews führen. Es war aufregend.“ Ergänzend fügt die 22-Jährige hinzu, dass ihr auch die wenigen öffentlichen Auftritte gefallen haben.

Etwas Selbstbewusstsein gehört dazu: Lea Saible hält eine Rede bei einer Weinprobe in Stockach.
Etwas Selbstbewusstsein gehört dazu: Lea Saible hält eine Rede bei einer Weinprobe in Stockach. | Bild: Privat

„Abkrönung“ wegen Corona wurde nach hinten verschoben

Eigentlich wäre Lea Saible bereits im Herbst 2020 aus ihrem Amt der Weinprinzessin verabschiedet worden. Doch wegen der Corona-Pandemie wurde die „Abkrönung“ verschoben. Erst im Juni 2021 wurde Saible nun offiziell verabschiedet. Eine Nachfolgerin gibt es vorerst nicht. „Auch dieses Jahr finden keine Weinfeste statt. Vermutlich hätte sich dann gar niemand für das Amt beworben. Deswegen wurde die nächste Wahl verschoben.“

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