Zum Ausblick auf Bodensee-Reisehöhepunkte trafen sich Touristiker auf Einladung von Jürgen Ammann, Geschäftsführer der Internationalen Bodensee Touristik (IBT), jüngst noch ganz überwiegend digital. Die Jahresprogramme der Tourismusverbände in der Vierländerregion versprechen aber eine Reihe von Gelegenheiten, der digitalen Welt den Rücken zu kehren.

Siegel für Engagement in Sachen Nachhaltigkeit

Ute Stegmann, Geschäftsführerin der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH, ging auf das Thema Nachhaltigkeit ein, das am nördlichen Bodenseeufer seit Anfang 2021 mit dem Projekt „Echt nachhaltig“ verfolgt wird. Mit einem Siegel zeichnet die DBT Partner – zum Beispiel Gastronomiebetriebe und Unterkünfte – aus, die sich „wirksam für eine nachhaltige Entwicklung engagieren“.

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Stegmann zufolge wurde dieses Siegel bislang 24 Mal vergeben. Die Themen Müll und Verkehr stünden im Mittelpunkt der vielen Projekte. Am ganzen deutschen Bodenseeufer könne man mit der Echt-Bodensee-Card zudem das Auto stehen lassen und den ÖPNV nutzen. Und wer lieber aufs E-Bike umsteigt, findet online schnell Verleih-, Lade- und Akkustationen.

Kulinarisches, Geschichte und Kunst entdecken

Am westlichen Bodensee wird 2022 ein Schlemmerjahr. Eric Thiel, Geschäftsführer des Vereins Regio-Konstanz-Bodensee-Hegau erklärte, welche Vielfalt im „Kulinarischen Fahrplan“ dort steckt. Das Jahr über sind verschiedene Schwerpunkte auf den Speisekarten teilnehmender Betriebe zu finden. Bis 15. April laufen zum Beispiel die Veggie-Wochen. Außerdem sind Kräuter- und Bodenseefisch-Wochen geplant, im Herbst stehen Wildspezialitäten im Mittelpunkt.

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In Friedrichshafen, einst Sommerresidenz der Württembergischen Könige, wird 2022 der 200. Geburtstag von Königin Olga von Württemberg gefeiert. Die Tourist-Information begibt sich Leiterin Melanie Raßmann zufolge aus diesem Anlass auf Spurensuche und zeigt, wie die württembergischen Könige die Entwicklung der Stadt geprägt haben. Geschichte, die noch heute sicht- und erlebbar ist: Der Riedlepark, den die in St. Petersburg geborene Königin Olga nach dem Vorbild eines russischen Urwalds gestalten ließ, ist bis heute ein beliebter Park.

Eric Thiel, Ute Stegmann, Matthias Kramer und Melanie Raßmann (von links) beim virtuellen Bodensee Medientag 2022. (Screenshot)
Eric Thiel, Ute Stegmann, Matthias Kramer und Melanie Raßmann (von links) beim virtuellen Bodensee Medientag 2022. (Screenshot) | Bild: Andrea Fritz

Auf gleich drei kulturelle Höhepunkte im Laufe des Jahres wies Lina Flohr von der Lindau Tourismus und Kongress GmbH hin: Von Mai bis September findet in Lindau die erste Biennale mit 20 jungen Künstlern statt. Hierbei steht einem Pressetext zufolge nichts weniger als die Frage nach dem Paradies im Raum, einem „Garten Eden“, einem Ort jenseits der Welt. Skulpturen und Installationen werden an diversen Orten in, um und auf der Lindauer Insel zu sehen sein. Vom 30. April bis 3. Oktober präsentiert das Kunstmuseum Lindau außerdem mit „Mythos Natur“ farbenprächtige Bilder von Monet bis Warhol. Im Mai findet eine Kabarettwoche statt, die am 16. Mai mit der Verleihung des „Salzburger Stiers“ endet.

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Baden, paddeln und ein ganzes Land erradeln

Natalie Meo, Thurgau Bodensee Tourismus, rückte die Wasseroase am südlichen Bodensee in den Mittelpunkt. „Aloha Places“ werden ihr zufolge lauschige Einkehrmöglichkeiten direkt am Wasser genannt, wie etwa der Strandgarten in Horn und die Buchten und Paddelmietstationen an der 62 Kilometer langen Uferlinie. Matthias Kramer, Bereichsleiter beim Liechtenstein-Tourismus-Marketing ging auf den 85 Kilometer langen Liechtensteinweg ein, auf dem sich quasi das ganze Land erkunden lässt.