Den Moment, auf den er mehrere Wochen hingearbeitet hatte, musste Adalbert Kühnle einfach mit einem Selfie festhalten. Der 84-Jährige aus Efrizweiler wurde am Mittwoch im Kreisimpfzentrum in Friedrichshafen gegen Covid-19 geimpft und dokumentierte den Pieks mit einem Foto.

Der lange Weg zum Impftermin

Zwei Wochen hatte es zuvor gedauert, bis Adalbert Kühnle online überhaupt einen Impftermin vereinbaren konnte. Obwohl er sich technisch gut auskennt, war es für ihn eine Herausforderung. Kühnle, der mit seinen 84 Jahren zu der Gruppe gehört, die sich als erstes gegen das Coronavirus impfen lassen kann, probierte es an seinem Computer immer und immer wieder.

Zwei Wochen hatte es gedauert, bis Adalbert Kühnle online überhaupt einen Impftermin vereinbaren konnte.
Zwei Wochen hatte es gedauert, bis Adalbert Kühnle online überhaupt einen Impftermin vereinbaren konnte. | Bild: Julia Leiber

Jedes Mal habe es Probleme mit der Internetseite des Impfterminservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gegeben, berichtete er Anfang Februar dem SÜDKURIER. Mit Hartnäckigkeit und mehreren Nachtschichten war es dann ihm schließlich doch noch gelungen.

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Vom Impftermin selbst kann er nur Gutes berichten

Nach den Schwierigkeiten bei der Anmeldung kann er vom Impftermin selbst nur Positives berichten. „Ich habe am Anmeldesystem scharfe Kritik geäußert und stehe auch dazu“, sagt Kühnle auf Nachfrage. Wie die Termine vergeben werden, sei einfach nicht zeitgemäß. Umso erfreuter sei er nun gewesen, wie gut bei der Impfung vor Ort alles klappt. „Ganz ausgezeichnet“, sagt er zur Organisation und fand im Impfzentrum alle Helfer sehr entgegenkommend.

Schon vor der Messehalle sei der Weg zum Impfzentrum deutlich ausgewiesen worden. „Man kam an ein Pförtnerhäuschen mit einer freundlichen Empfangsdame, die nach dem Namen und Vermittlungscode fragte“, berichtet er dem SÜDKURIER nach seinem Termin.

Einfahrt zur Messe Friedrichshafen am Tor A, hinter dem das Kreisimpfzentrum in Halle A2 eingerichtet wurde.
Einfahrt zur Messe Friedrichshafen am Tor A, hinter dem das Kreisimpfzentrum in Halle A2 eingerichtet wurde. | Bild: Felix Kästle

In der Halle ging es nach kurzer Wartezeit „in eine Art Sprechzimmer, wo ich von einer sehr freundlichen Ärztin begrüßt wurde“, sagt der 84-Jährige und fügt hinzu: „Ich händigte der Ärztin meinen Ausdruck mit den Vermittlungscodes, mein Impfbuch, meine Versicherungskarte, meinen Medikamentenplan und meinen Allergiepass aus.“

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Daraufhin habe er mit ihr ein kurzes Gespräch über seinen Gesundheitszustand geführt und konnte Fragen zur Impfung stellen. „Ich erhielt klare Auskünfte auf meine Fragen und stimmte einer Impfung durch zwei Unterschriften zu. Dann erhielt ich die ausgefüllten und unterschriebenen Papiere, um sie anschließend in der Impfkabine abzugeben.“

Der Eingang zum Kreisimpfzentrum.
Der Eingang zum Kreisimpfzentrum. | Bild: Katy Cuko

Weiter ging es „begleitet von freundlichen Helferinnen“ zur eigentlichen Impfstation. „Ein Arzt prüfte alle Papiere und erlaubte mir sogar, während der Impfung ein Selfie zu machen“, erzählt der ehemalige Raumfahrt-Ingenieur. Eine Assistentin habe ihm die Impfung problemlos verabreicht.

„Ich spürte den Einstich praktisch nicht. Anschließend gab mir der Arzt meine Papiere und schickte mich noch für 30 Minuten in einen Ruheraum, ehe ich wieder nach Hause fahren konnte.“ Am 17. März folgt dann die zweite Impfdosis.

Das Impfzentrum des Bodenseekreises in der Messehalle von oben.
Das Impfzentrum des Bodenseekreises in der Messehalle von oben. | Bild: Felix Kästle

Und wie geht es ihm einige Tage nach der ersten Impfung? „Sehr gut“, sagt er. Die leichten Schmerzen an der Einstichstelle nach der Impfung seien schnell wieder verschwunden. „Das war harmlos und ist mit anderen Impfungen vergleichbar“, betont er.