Am 28. Januar hatte der Haftrichter den Haftbefehlsantrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg wegen einer nicht ausschließbaren Notwehrlage abgelehnt. Diese Entscheidung hat die 2. Strafkammer des Landgerichts Ravensburg laut Mitteilung der Ermittlungsbehörden auf Beschwerde der Staatsanwaltschaft hin aufgehoben. Mit Beschluss von Mittwoch vergangener Woche sei gegen den 17-Jährigen die Untersuchungshaft wegen des dringenden Verdachts des Totschlags, des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie des vorsätzlichen Führens eines verbotenen Gegenstandes angeordnet worden.

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Der 17-Jährige steht nach derzeitigem Ermittlungsstand neben der Tötung des 37-Jährigen auch im dringenden Verdacht, mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gehandelt und dabei ein Messer mit sich geführt zu haben, so Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. Entgegen der Auffassung des Amtsgerichts gehe das Landgericht nach vorläufiger Gesamtwürdigung des bisherigen Ermittlungsergebnisses nicht davon aus, dass der 17-Jährige in Notwehr gehandelt hat.

Aufgrund des Haftbefehls des Landgerichts wurde der jugendliche Tatverdächtige den Angaben zufolge am Donnerstag vergangener Woche erneut festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte den Haftbefehl nunmehr in Vollzug. Der 17-Jährige befindet sich seither in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.