„Wir werden am 20. Mai in irgendeiner Art und Weise eröffnen und wenn es nur möglich sein sollte für Dauerkarteninhaber und mit To-go-Angeboten im Cateringbereich“, sagt Gartenschausprecher Jürgen Widmer. In Lindau hatte man bis zuletzt gehofft, dass die Landesgartenschau im bayerischen Ingolstadt bald öffnet und man schauen könnte, wie es dort trotz Corona anläuft. Das ist allerdings keine Option, denn: „Ingolstadt eröffnet am 19. und wir am 20. Mai“, so Widmer. Und auch das Eröffnungsdatum der Landesgartenschau in Überlingen, welche eigentlich schon im vergangenen Jahr stattfinden sollte, steht derzeit noch nicht fest.

Video: Jesper Hogl

Optimistisch ist Gartenschau-Geschäftsführerin Claudia Knoll. „Im Gegensatz zu Straßenfesten oder Großveranstaltungen können wir die Einhaltung der Vorschriften auf dem Ausstellungsgelände gut steuern und kontrollieren“, sagt sie. Derzeit gelte auf einem Ausstellungsgelände die Regel, dass sich pro zehn begehbare Quadratmeter eine Person aufhalten dürfe. „Wir haben mehr als 40.000 begehbare Quadratmeter“, sagt Knoll.

Claudia Knoll, Geschäftsführerin der Bayerischen Landesgartenschau GmbH
Claudia Knoll, Geschäftsführerin der Bayerischen Landesgartenschau GmbH | Bild: Susanne Hogl

„Wir haben ein Konzept, dass sogar an Spitzentagen greift. Ich empfehle aber dennoch, sich tagesaktuell vor einem geplanten Besuch im Internet zu informieren.“ Für Besucher der Gartenschau wird es schließlich letztlich auch darauf ankommen, welche coronabedingten Regelungen dann gerade gelten.

Zudem werde man das Gelände sicher nicht bis an die Grenzen ausreizen. Auch, um den Dauerkartenbesitzern stets die Möglichkeit zum Zutritt zu geben. Auch sie müssten sich aber an die jeweils geltenden Vorschriften halten. Diese könnte beispielsweise einen negativer Schnelltest erforderlich machen.

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Verlängerung im September denkbar

„Wir arbeiten auch mit einem Caterer zusammen, der große Erfahrung hat“, ergänzt Stadt- und Gartenschausprecher Jürgen Widmer. Ob und wie alle geplanten Veranstaltungen umgesetzt werden können, ist ihm zufolge derzeit noch ungewiss, es gibt aber erste Ideen: „Wir haben uns überlegt, im September in die Verlängerung zu gehen, um eventuell ausgefallene Veranstaltungen nachholen zu können“, erklärt Jürgen Widmer.

Ein „Bonbon“ für die Dauerkarteninhaber: Am Eingang Nord an der Thierschbrücke können sie bereits ab 7 Uhr auf das Gelände, zwei Stunden vor Kassenöffnung also. Abends können sie auch nach dem Kassenschluss um 18 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit auf das Gelände gelangen. Kontrolliert werden soll das vom Team eines Sicherheitsdienstes. Einen Strich durch die Rechnung könnte hier allerdings die Bundes-Notbremse, die in ihrer aktuell geplanten Form im Falle einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 eine Ausgangssperre ab 21 Uhr vorsieht.

Spannend könnte es auch werden, wenn nach wie vor Botanische Gärten und die Insel Mainau nicht öffnen dürften: Kann die Gartenschau in Lindau dann wirklich wie geplant stattfinden? Für das Gartenschauteam stehen jetzt jedenfalls die Feinarbeiten an. Was im Falle des Hygienekonzeptes heißt: Feinabstimmung mit dem Landratsamt und anschließend das Einarbeiten der Vorgaben von dort.