Mit einem Paukenschlag fing die Woche an

Friedrichshafen: Denkwürdig war diese Gemeinderatssitzung in Friedrichshafen gleich in mehr als einer Hinsicht. Unter Tränen verabschiedete sich Daniel Oberschelp aus dem Gremium. Seine Abschiedsrede wurde zum Teil eine Abrechnung, in der er die seit 2019 neu im Rat sitzende Fraktion des Netzwerks für seinen Rückzug mit verantwortlich machte. Ein Grund: Ihm fehle die Kollegialität im Gremium, mit der Themen „im guten Miteinander“ gelöst werden.

Bild: Cuko, Katy

Immenstaad: Große Aufregung herrschte bei hundert Familien in Immenstaad, deren Kinder in Quarantäne geschickt werden sollten. Und das wegen eines Fabrikationsfehlers beim Hersteller der Antigen-Schnelltests. Gefühlswallungen, die man niemandem wünscht. Erst die Chaosfrage: Wie stelle ich die Versorgung meiner Kinder sicher? Dann kurz darauf Entwarnung: Die Kleinen dürfen doch wieder in den Kindi. Wie, fragt man sich, erkläre ich das meinem Kinde?

Bild: Corinna Raupach

Überlingen: Trauer ist ein großes Gefühl – das mächtigste von allen vielleicht? Im Gemeinderat in Überlingen ist man sich einig, dass Trauernde auf dem Friedhof nicht durch lärmende Kinder gestört werden sollen. Für Diskussionen sorgte aber die Frage, wie man Kinder, die nur zum Spielen und ohne ihre Eltern auf den Friedhof kommen wollen, dort aussperrt, und bis zu welchem Alter?

Bild: Hilser, Stefan

Markdorf: Was für eine verzwickte Lage das doch für Eltern ist. Da mischt sich Sorge (wie schon während der gesamten Pandemie) mit Unsicherheit und Hilflosigkeit. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt, Kinder ab zwölf Jahren nur bei bestimmten Vorerkrankungen und einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung zu impfen. Wie stehen Eltern der Impfung ihrer Kinder gegenüber? Wir haben unter anderem mit diesen beiden Müttern – Susanne Buhmann (links) und Krisztina Denes – gesprochen. Auch auch mit Kinderärztinnen – denn für sie bedeutet die aktuelle Lage schlicht das große Chaos.

Bild: Sonja Ruess

Friedrichshafen: Frust, Frust und noch mal Frust. Sind Sie gerade auf Wohnungssuche? Oder kennen Sie jemanden, der nach einer neuen Bleibe sucht? Der Wohnungsmarkt am See ist ein Garant für Frust. Derzeit sogar wieder etwas mehr: Nicht nur Studierende drängen zurück auf den hart umkämpften Mietmarkt der Zeppelinstadt, sondern auch Zuzügler.

Bild: Adobe Stock

Markdorf: Was für eine Spannung! Ganz Markdorf (oder vielleicht Zwei-Drittel-Markdorf) harrt der Dinge, die am Sonntag passieren. Bleibt Georg Riedmann Bürgermeister? Dieser Wahlkampf war auch aus Redaktions-Perspektive wirklich spannend, lieferte er doch einen echten Aufreger. Kurz vor dem Urnengang haben wir Markdorfer Bürgerinnen und Bürger gefragt, was sie tun würden, wenn sie Bürgermeister wären.

Bild: Jörg Büsche

Friedrichshafen: Was für ein Ärger mit den Autoposern – oder vielleicht doch eher Ärger mit der Stadt, die sich den Autoposern nicht entschiedener entgegenstellt? Anwohner am Hinteren Hafen fordern: sprechen statt stinken! Sie regen zu einem Runden Tisch an, an den sich sogar die Autoposer setzen würden. Aber warum ist eigentlich die Stadt nicht dazu bereit?

Bild: Lena Reiner

Vor lauter großen Gefühlen vergessen wir den Rest aber nicht

Und sonst so? Natürlich gab es auch noch andere Themen, die Sie nicht verpasst haben sollten. Drum beschließen wir diesen Wochenrückblick jetzt und künftig mit genau dieser Frage: Und sonst so?

Bild: Felix Kaestle

Lichter am Flughafen Friedrichshafen gehen nicht aus: Die Rettung ist fast in trockenen Tüchern

IT-Entwicklerin Bianca Kastl unterstützt das Gesundheitsamt Bodenseekreis im Kampf gegen die Pandemie. Sie erklärt die Tücken der Luca-App

Zwischen Erleichterung und Sorge: Der Wegfall der Maskenpflicht in Klassenzimmern sorgt in Friedrichshafen für gemischte Gefühle

Was für eine Woche! Und bis bald.

Das könnte Sie auch interessieren