Die Liste der geladenen Gäste war kurz, was sowohl der aktuellen Pandemie-Situation als auch dem Wunsch des Geehrten nach keinem großen Aufheben um seine Person geschuldet war, heißt es in einer Mitteilung des Kreisfeuerwehrverbands Bodenseekreis. So waren es vor allem Freunde und enge Weggefährten, die der Zeremonie im coronagerecht bestuhlten Überlinger Ratssaal beiwohnten. Zeitler würdigte in seiner Ansprache die vielfältigen Verdienste Löhles, der seit 1953 Mitglied der Überlinger Feuerwehr ist und von 1967 bis 1999 Kreisbrandmeister war.

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Große Verdienste, die über die Tätigkeit in der Feuerwehr weit hinausreichten, habe sich Löhle in seinem Amt um das Zusammenwachsen des ehemals württembergischen Landkreises Tettnang mit dem ehemals badischen Landkreis Überlingen zum 1973 neu geschaffenen Bodenseekreis erworben. Auch habe er in seiner langen Amtszeit vier Landräte, 125 Bürgermeister und 133 Feuerwehrkommandanten beraten. Als für die Geschichte des deutschen Feuerwehrwesens historisch bezeichnete Zeitler den Deutschen Feuerwehrtag 1990 in Friedrichshafen, an dessen Organisation Löhle als Kreisbrandmeister großen Anteil hatte.

„Dieses Virus heißt Feuerwehr und ich habe mich bereits in jungen Jahren bei meinem Vater infiziert, der damals Kommandant der Überlinger Feuerwehr war.“
Hermann Löhle

Mit Blick auf die Pandemiesituation sagte Hermann Löhle, dass es schon lange vor Corona ein Virus gegeben habe, das ihn befallen habe: „Dieses Virus heißt Feuerwehr und ich habe mich bereits in jungen Jahren bei meinem Vater infiziert, der damals Kommandant der Überlinger Feuerwehr war.“ Er bedankte sich bei seiner Frau, die während seiner aktiven Jahre oftmals habe zurückstehen müssen, wenngleich sie beide bei der Feuerwehr auch viele schöne Stunden verbringen durften. „Mein und unser Leben wäre ohne Feuerwehr ein Stück ärmer“, schloss Hermann Löhle, der bis heute als Archivar der Überlinger Wehr tätig ist.

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