Im Mordprozess gegen eine 84 Jahre alte Frau in Konstanz hat die Staatsanwaltschaft am Freitag eine Haftstrafe von zwölf Jahren gefordert. Die Beweisaufnahme habe zweifelsfrei ergeben, dass die Angeklagte grausam und aus niedrigen Beweggründen in vollem Bewusstsein der Folgen ihres Handelns ihren Ex-Mann mit dem Hammer auf den Kopf geschlagen und ihn später angezündet habe. Strafmindernd wertete Oberstaatsanwalt Ulrich Gerlach die beginnende Demenz der Angeklagten.

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Ihre Verteidigerin forderte eine Freiheitsstrafe deutlich unter zehn Jahren, da Edith S. über eine deutlich verminderte Steuerungsfähigkeit verfüge und die Tat unter starkem psychischen Stress erfolgte. Sie sprach von einer Kurzschlussreaktion infolge eines voran gegangenen Streits. In ihrem letzten Wort bedauerte die angeklagte 84-Jährige den Tod ihres Ex-Mannes. „Das habe ich nicht gewollt!“ Das Gericht kündigte noch für heute seinen Urteilsspruch ab. Der SÜDKURIER berichtet im Laufe des Tages.