Die kleine Mia ist froh, dass sie ihren fünften Geburtstag im Spieleland feiern kann. Gemeinsam mir ihren Freunden Yuma, Simon, Theo, Hannah und Mara darf sie nun endlich wieder auf dem Matschplatz spielen. Acht Wochen lang musste der Freizeitpark wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Seit dem 29. Mai ist das Spieleland wieder geöffnet, auch wenn wegen der Corona-Verordnung einiges etwas anders ist als gewohnt. Fast überall flattern Absperrbänder, damit die Vorgaben der Behörden auch eingehalten werden können.

Hannah, Theo, Simon, Mia, Lara und Yuma (von links) freuen sich, dass sie endlich wieder im Spieleland nach Lust und Laune matschen können.
Hannah, Theo, Simon, Mia, Lara und Yuma (von links) freuen sich, dass sie endlich wieder im Spieleland nach Lust und Laune matschen können. | Bild: Mommsen, Kerstin

Spieleland achtet auf den Mindestabstand

„Wir haben uns dazu entschlossen, nur ein Drittel der Gäste wie normalerweise hinein zulassen“, erklärt Geschäftsführerin Siglinde Nowack. Das mache es für die Besucher einfacher, den gebotenen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. „In den Fahrgeschäften muss zwischen fremden Familien beispielsweise immer ein Platz freigehalten werden“, erklärt sie. Für die kleinen und großen Spieleland-Besucher hat das natürlich den Vorteil, dass es insgesamt leerer ist und sich an Attraktionen wie der Kakerlak-Riesen-Schaukel oder dem Freifallturm keine langen Schlangen bilden. „Die Gäste fühlen sich ein bisschen wie VIPs“, sagt Geschäftsführerin Siglinde Nowack.

Überall im Spieleland gibt es Hinweise auf den Mindestabstand.
Überall im Spieleland gibt es Hinweise auf den Mindestabstand. | Bild: Mommsen, Kerstin

In jedem Bereich steht ein Schild, das anzeigt, wie viele Menschen sich dort gleichzeitig aufhalten dürfen und dass auf den Mindestabstand zu achten ist. Auch Desinfektionsmittel gibt es an vielen Stellen. „Es sind aber nicht immer alle auch gefüllt“, kritisiert eine Mutter, die regelmäßig mit ihren beiden Kindern kommt.

Maskenpflicht in vielen Bereichen

Wichtig bei jedem Besuch ist es, eine ordentliche Maske dabei zu haben. Denn in allen Restaurants, in überdachten Bereichen, Wartebereichen sowie auf und in den Attraktionen müssen alle eine Maske tragen, das gilt auch für alle Kinder sechs Jahren. Loop-Schaals und Buffs sind als Masken-Ersatz nicht erlaubt. In der Spieleland-Eisenbahn ist jeweils ein Abteil gesperrt, damit sich die Besucher nicht zu nahe kommen. Auch die Zugänge zu den Shops werden von Mitarbeitern kontrolliert, damit nur genau so viele Personen sich dort aufhalten, wie von der Corona-Verordnung erlaubt.

Auch in der Eisenbahn ist immer ein Abteil mit Flatterband abgesperrt. Maskenpflicht besteht auch für alle Kinder ab sechs Jahren.
Auch in der Eisenbahn ist immer ein Abteil mit Flatterband abgesperrt. Maskenpflicht besteht auch für alle Kinder ab sechs Jahren. | Bild: Mommsen, Kerstin

Einige Attraktionen sind geschlossen

Geschlossen sind wegen der Corona-Vorgaben derzeit die beiden Kinos sowie das Trickfilmstudio mit Käpt‘n Blaubär, die beiden Hüpfwiesen, der Wilde Hühnerstall, der Aussichtsturm, das Maus-Studio, die Schokowerkstatt im Schokohaus, die Zauber- und Zirkusschule sowie die Kreativecke. Zudem sind derzeit auch der beliebte Käpt‘n Blaubär-Treff und die Mitmach-Show in der Waldbühne abgesagt.

Online-Reservierung ist nötig

Vor einem Besuch im Spieleland müssen sich Besucher online hier anmelden, denn nur so kann gewährleistet werden, das niemand nach Hause geschickt werden muss, weil die maximale Besucheranzahl erreicht ist. Am Eingang muss dann das Online-Ticket gezeigt werden – entweder auf dem Handy oder als Ausdruck – und auch beim Ausgang wird es erneut abgescannt.

Spieleland-Mitarbeiterinnen Monika Hauser und Jessica Duttle kontrollieren am Eingang die Online-Tickets. Alle Mitarbeiter tragen Maske und Handschuhe.
Spieleland-Mitarbeiterinnen Monika Hauser und Jessica Duttle kontrollieren am Eingang die Online-Tickets. Alle Mitarbeiter tragen Maske und Handschuhe. | Bild: Mommsen, Kerstin

„Die Besucher haben das Online-Reservierungs-System von Anfang an gut angenommen“, freut sich Spieleland-Geschäftsführerin Nowack. Nun wird es wahrscheinlich auch in Nach-Corona-Zeiten weitergeführt. „Es ist ziemlich praktisch für uns und für die Besucher“, so Siglinde Nowack.

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Durchgängig bis November geöffnet

Falls sich am Eingang Schlangen bilden sollten, hat das Spieleland-Team ein ausgeklügeltes Ampelsystem installiert. Auf dem Boden gibt es Markierungen, die die richtigen Abstände und Laufrichtungen anzeigen. „Die Gäste haben die Maßnahmen von Anfang an akzeptiert und halten sich in der Regel auch daran“, erklärt die Geschäftsführerin. Sie war froh, als sie nach acht Wochen Zwangsschließung Ende Mai endlich die Spieleland-Saison eröffnen konnte. Nun hat der Freizeitpark durchgängig bis zum 8. November geöffnet. So kann wenigstens ein Teil der verloren gegangenen Einnahmen vielleicht wieder hereingeholt werden. „Wir werden im November dann sehen, wie die Saison tatsächlich gelaufen ist. Im Moment ist es mir wichtig, weiter für die Zukunft zu planen“, so die Geschäftsführerin.

Spieleland-Geschäftsführerin Siglinde Nowack mit einer eigens gestalteten Spieleland-Maske.
Spieleland-Geschäftsführerin Siglinde Nowack mit einer eigens gestalteten Spieleland-Maske. | Bild: Mommsen, Kerstin

„2021 wollen wird die neue Gravitrax-Bahn eröffnen“, verrät Siglinde Nowack. Darin sollen sich die Besucher wie eine Kugel in dem beliebten Spiel fühlen. Bis dahin aber freuen sich Mia und ihre Freunde, dass es derzeit viel schneller geht, wenn sie eines der vielen Fahrgeschäfte nutzen wollen. Denn Schlange stehen müssen sie und ihre Eltern in diesen Tagen eher selten.

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