Der Rettungshubschrauber „Christoph 45“ wird in Zukunft nicht mehr von Friedrichshafen aus starten und landen. Zwar hatten sich mehr als 30.000 Unterstützer dafür eingesetzt, dass der Hubschrauber am Klinikum stationiert bleibt, doch die Petition war abgelehnt worden. Am vergangenen Donnerstag hatte das Innenministerium schließlich die Verlegung nach Deggenhausertal-Wittenhofen verkündet.

Enttäuschung und Unverständnis

In den sozialen Netzwerken dominieren Enttäuschung und Unverständnis. „Da sieht man mal wieder, dass die Meinung der Menschen nichts zählt“, ärgert sich ein Nutzer. Ein anderer fragt sich: „Bringt denn eine Petition gar nichts mehr?“ Es sei nicht nachzuvollziehen, warum ein funktionierender Standort um ein paar Kilometer verlegt werden soll, ist bei Facebook gleich mehrfach zu lesen, verbunden mit der Forderung: Ein Rettungshubschrauber gehört an ein Krankenhaus!

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Vor allem die mit der Standort-Verlegung verbundenen Kosten stoßen auf Kritik: „Unnötige Geldverschwendung wegen ein paar Kilometern.“ Ein anderer findet: „Fragwürdig in Zeiten wie diesen, wo doch allgemein zum Sparen aufgerufen wird.“ Auch ÖDP-Fraktionsvorsitzende Sylvia Hiß-Petrowitz meldet sich bei Facebook unter einem SÜDKURIER-Artikel zum Thema zu Wort. Sie schreibt: „Verlogen von vorne bis hinten. Ich bin gespannt, wer das bezahlen soll.... Wenn die Krankenkassen jetzt Rückgrat zeigen und sich nicht an den Kosten beteiligen, könnte sich das ‚Problem‘ von alleine lösen.“

Nicht nur aus Friedrichshafen-Sicht betrachten

Der Rettungshubschrauber werde hier „einfach ständig gebraucht“, heißt es unter den Beiträgen außerdem, besonders für die ganzen Unfälle auf der B 31. „Ich wüsste nicht, wo dieser nützliche Helfer besser aufgehoben wäre als hier in Friedrichshafen.“ Andere finden hingegen, man dürfe das Thema nicht allein aus Friedrichshafen-Sicht betrachten. Wenn man etwa auf der Schwäbischen Alb wohne, könne die Verlegung um einige Kilometer und Flugminuten entscheidend sein, schreibt ein User. Betrachte man die Gesamtheit der Kriterien sei die Entscheidung nachvollziehbar, heißt es in einer weiteren Reaktion.

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Doch was sagt man im Deggenhausertal eigentlich zur geplanten Verlegung? Und wo soll der Rettungshubschrauber dort stationiert werden? Das lesen Sie hier.